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OD WH

Nachwirkung · Italien

Beretta 92 / M9

Fertigung
Pietro Beretta S.p.A.
Kaliber
9 × 19 mm
Zeitraum
1976–…
Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden

Dieser Eintrag stützt sich auf zugängliche Übersichts- und Netzdarstellungen sowie auf technische Beschreibungen des Ablaufs; ein Stück wurde für ihn NICHT eingesehen oder vermessen, und eine Werksunterlage Berettas lag NICHT vor. GESICHERT bis gut bezeugt sind: die Auslegung als Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf und fallendem Verriegelungsblock, die geradlinige Laufführung ohne Kippbewegung, die Absenkung des Blocks über einen am Griffstück auflaufenden Stößel mit Schrägfläche, der oben offene Schlitten, der Leichtmetallrahmen mit Stahlschlitten, das zweireihige Magazin zu 15 Patronen, die Maße 217 mm und 125 mm, die Annahme als M9 im Jahr 1985 und die Ablösung 2017 sowie der vergrößerte Hahnbolzen der Ausführung 92FS als Antwort auf die Schlittenbrüche der Erprobung. ZUR ABSTAMMUNG — der Punkt, um dessentwillen dieser Eintrag im Register steht: BELEGT ist die Herleitung des Verriegelungsblocks von der Walther P38 über die Beretta M1951 durch mehrere voneinander unabhängige Fachdarstellungen; eine davon nennt Tullio Marengoni als Konstrukteur, das Jahr 1950 als Auftragsjahr und die italienische Patentnummer 467871 für den fallenden Riegelblock. NICHT BELEGT ist eine Werksaussage Berettas, die die Pistole 38 als Vorbild benennt, ebenso wenig eine Konstruktionsunterlage oder ein Zeugnis Marengonis. Die Zuschreibung ruht damit auf drei Beinen: der Übereinstimmung der Bauteile in fünf Merkmalen, dem zeitlich und personell greifbaren Zwischenschritt von 1950 und der übereinstimmenden Sekundärliteratur. Sie ruht NICHT auf einem Herstellernachweis. NICHT MITGEZÄHLT wird dabei der oben offene Schlitten, obwohl beide Waffen ihn haben: Er geht bei Beretta auf das Modell 1915 zurück, ist also unabhängig von der Pistole 38 entstanden und taugt als Zuschreibungsmerkmal nicht. Die Merkmalstabelle des Eintrags weist sechs übereinstimmende Zeilen aus, von denen fünf als Beleg zählen. RICHTIGGESTELLT gegenüber einer Zwischenfassung dieses Eintrags ist das Wiederanheben des Riegels beim Vorlauf: Es geschieht nicht durch den Stößel, sondern dadurch, dass das vordere Riegelende an der ansteigenden Innenform des Rahmens entlanggezogen wird. Die Fundstelle zur Pistole 38 beschreibt es so und schließt eine Feder ausdrücklich aus; für die Beretta selbst lag keine eigene Beschreibung dieses Teilvorgangs vor, weshalb der Punkt in der Sache übertragen und als solcher kenntlich gemacht ist. Die PATENTNUMMER 467871 steht NICHT in der Darstellung von Athlon Outdoors, die den Auftrag von 1950 und die P-38-Herkunft trägt, sondern in einer zweiten Darstellung; beide sind getrennt ausgewiesen. NICHT ÜBERNOMMEN wird die weitergehende Behauptung, Zella-Mehlis habe den fallenden Verriegelungsblock erfunden: Die Mauser C96 von 1896 trägt einen schwenkbaren Sperrblock mit zwei Warzen unter dem Verschlussgehäuse, und der Eintrag benennt sie als Vorläufer. Was auf die P 38 zurückgeht, ist die ANORDNUNG und nicht das Prinzip. WIDERSPRÜCHLICH sind die Austauschintervalle für den Verriegelungsblock: Im Umlauf sind Angaben von 5.000 bis über 20.000 Schuss, sämtlich aus Anwenderforen und Händlerangaben und nicht aus einer Werksvorschrift, die diesem Register vorlag. Der Eintrag nennt deshalb KEINE Zahl und hält nur fest, dass für dieses eine Bauteil ein Intervall besteht. NICHT BELEGT ist die Mündungsgeschwindigkeit: Die genannten 350 bis 380 m/s sind eine Größenordnungsabschätzung dieses Registers für eine 9 × 19 mm aus 125 mm Lauf und ausdrücklich kein Quellenwert. Maßangaben beziehen sich auf die Ausführung 92FS. Nachwirkungseintrag — nicht Teil des Untersuchungsraums.

So funktioniert sie

Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.

Vor dem Schuss sind Lauf und Verschlussstück — der Stahlblock, der außen über dem Lauf liegt — durch ein kleines Stahlstück verbunden, das unter dem Lauf hängt und mit zwei Armen seitlich nach außen in Aussparungen des Verschlusses greift. Der Rückstoß schiebt beide zunächst gemeinsam nach hinten, so lange, bis das Geschoss den Lauf verlassen hat. Der Lauf bleibt dabei waagerecht; er kippt nicht, wie er es bei den meisten anderen Pistolen tut. Unter dem Riegelstück sitzt ein kurzer Stift, der auf eine Stufe im Griffstück aufläuft und über eine schräge Fläche das hintere Ende des Riegels nach unten schiebt. Die Arme rutschen aus den Aussparungen, der Lauf wird angehalten, das Verschlussstück läuft allein weiter. Die leere Hülse tritt durch den weit ausgeschnittenen Rücken nach oben aus, der Hahn — der Schlaghebel für den nächsten Schuss — wird dabei gespannt, und beim Vorlaufen schiebt das Verschlussstück die nächste Patrone in den Lauf, während sich der Riegel wieder in die Aussparungen hebt. Genau dieser Riegel ist der Grund, warum die Waffe hier steht: Die Anordnung stammt von der deutschen Pistole 38 von 1938 und kam über ein italienisches Zwischenmodell von 1950 her. Aus derselben Linie stammt auch die Bedienung. Ein Hebel am Verschluss sperrt zuerst den Schlagbolzen, den Stift, der die Patrone zündet, und lässt dann den gespannten Hahn kontrolliert nach vorn; so kann die Waffe geladen und entspannt getragen werden. Der erste Schuss löst durch bloßes Durchziehen des Abzugs aus, der den Hahn selbst spannt. Das Magazin fasst fünfzehn Patronen in zwei versetzten Reihen.

Nachwirkung. Diese Waffe wurde nicht im Untersuchungsraum gefertigt. Sie steht hier, weil sie auf einer Konstruktion aus diesem Raum beruht und dessen Wirkung bis in die Gegenwart belegt.

Von 1985 bis 2017 war die Ordonnanzpistole der Streitkräfte der Vereinigten Staaten eine Waffe, deren Verriegelung aus Zella-Mehlis stammt. Dieser Satz steht an mehreren Stellen des Registers. Er ist die weitreichendste Einzelbehauptung, die hier über die Nachwirkung der Region aufgestellt wird, und er darf deshalb nicht auf einem Verweis von Eintrag zu Eintrag ruhen. Dieser Eintrag führt ihn am Bauteil vor und benennt, wo er endet.

Der Verriegelungsblock am Bauteil

Verglichen werden die Anordnung der Pistole 38 von 1938 und die der Beretta 92 von 1976. Nicht verglichen werden Firmenlinien, Zeitgeist oder Ähnlichkeit im Aussehen.

Der Verriegelungsblock am Bauteil
MerkmalPistole 38Beretta 92
Bewegung des Laufsgeradlinig, kein Kippengeradlinig, kein Kippen
Riegelstückvorn unter dem Lauf angelenktvorn unter dem Lauf angelenkt
Eingriffzwei seitliche Warzen in die Schlittenwändezwei seitliche Warzen in die Schlittenwände
Auslösung der Entriegelungschwimmender Stift, der am Griffstück aufläuftschwimmender Stößel, der am Griffstück aufläuft
Übertragung auf den RiegelSchrägfläche, senkt das hintere EndeSchrägfläche, senkt das hintere Ende
Schlittenrückenoffen, Lauf liegt freioffen, Lauf liegt frei
Schließfederzwei, seitlich im Griffstückeine, unter dem Lauf
RahmenStahlLeichtmetalllegierung
Magazin8 Patronen, einreihig15 Patronen, zweireihig
HahnSpornRing

Sechs Zeilen stimmen überein. Als Beleg zählen davon aber nur fünf, und zwar die fünf, die zusammen die Anordnung der Verriegelung ausmachen: ein geradlinig geführter Lauf, ein vorn angelenkter Riegel, zwei seitliche Warzen in die Schlittenwände, ein auflaufender Stößel, eine Schrägfläche. Jede dieser Festlegungen hätte auch anders getroffen werden können.

Die sechste Zeile, der offene Schlittenrücken, ist ausdrücklich kein Beleg. Beretta baut ihn seit dem Modell 1915 und damit dreiundzwanzig Jahre vor der Pistole 38; er gehört zur Haustradition in Gardone und nicht zum Erbe aus Zella-Mehlis. Dass er in beiden Waffen vorkommt, ist Zusammentreffen und keine Übernahme. Ein Merkmal, das sich unabhängig erklären lässt, darf in einer Zuschreibung nicht mitgezählt werden — sonst zählt man die Ähnlichkeit doppelt.

Vier Zeilen weichen ab, und alle vier betreffen nicht die Verriegelung, sondern Rahmen, Magazin, Federanordnung und Schlossform.

Dazwischen liegt ein datierter Schritt. Tullio Marengoni erhielt 1950 bei Beretta den Auftrag, eine Pistole für die 9 × 19 mm zu entwickeln. Die dafür nötige Verriegelung übernahm er in der Anordnung der Pistole 38 und ließ sie im selben Jahr unter der italienischen Patentnummer 467871 schützen. Aus dieser Arbeit entstand die M1951, aus der M1951 1976 die Beretta 92.

Wo die Zuschreibung endet. Eine Werksaussage Berettas, die die Pistole 38 als Vorbild benennt, liegt diesem Register nicht vor, ebenso wenig eine Konstruktionsunterlage oder ein Zeugnis Marengonis. Getragen wird die Zuschreibung von der Übereinstimmung der Bauteile, vom datierten Zwischenschritt und von übereinstimmender Sekundärliteratur. Nach der dritten Zuschreibungsregel dieses Registers ist das eine gut gestützte, aber keine belegte Werksübernahme. Der Eintrag führt sie deshalb als plausibel.

Und wo sie zu weit ginge. Erfunden hat Zella-Mehlis den fallenden Verriegelungsblock nicht. Die Mauser C96 von 1896 trägt zweiundvierzig Jahre früher einen schwenkbaren Sperrblock mit zwei Warzen unter dem Verschlussgehäuse. Was auf die Pistole 38 zurückgeht, ist nicht das Prinzip, sondern die besondere Anordnung — und diese Anordnung ist es, die in der M9 steckt.

Konstruktion

Zwei Eigenschaften folgen unmittelbar daraus, dass der Lauf nicht kippt.

Die erste betrifft die Trefferlage. Bei einer Kippverschlusspistole senkt sich das hintere Laufende bei jedem Schuss und hebt sich beim Zuführen wieder; die Seelenachse steht also gegenüber der Visierung nicht immer gleich, und die Waffe muss den Lauf jedes Mal in dieselbe Lage zurückführen. Hier bewegt sich der Lauf nur nach hinten und wieder nach vorn. Die Wiederkehrgenauigkeit hängt an einer geradlinigen Führung statt an einer Kurve.

Die zweite betrifft den Schalldämpfer. Ein Dämpfer sitzt am Mündungsgewinde und bringt sein Gewicht an das Ende eines Hebels. An einem kippenden Lauf wirkt diese Masse gegen die Kippbewegung und stört den Ablauf; an einem geradlinig geführten Lauf wirkt sie nur als zusätzliche Rücklaufmasse. Die Eignung dieser Bauart für den Dämpferbetrieb ist deshalb keine Zutat, sondern eine Folge der Verriegelung.

Zum Preis gehört, dass die gesamte Verriegelungsarbeit auf zwei schmalen Warzen eines kleinen, schwenkenden Teils steht. Der Block ist das am stärksten beanspruchte Bauteil dieser Waffe und zugleich das kleinste; er steht in den Schwächen und in der Bestimmungsliste an erster Stelle.

Entwicklung

Entwicklung
JahrVorgang
1950Marengoni erhält den Auftrag für eine 9-mm-Pistole; Patent 467871 auf den fallenden Riegelblock
1951Konstruktion der M1951 abgeschlossen; Serienfertigung ab 1957
1976Beretta 92: zweireihiges Magazin, Spannabzug, Leichtmetallrahmen; Sicherung noch am Rahmen
197892S: Sicherungs- und Entspannhebel wandern an den Schlitten
198092SB für die amerikanische Erprobung: zusätzlich selbsttätige Schlagbolzensicherung
198392F: veränderter Abzugsbügel, Bruniton-Oberfläche, Trageöse
1985Annahme als M9 der US-Streitkräfte
1987/88Schlittenbrüche in der Erprobung; als Ursache wird überladene Munition ermittelt
ab 198892FS: vergrößerter Hahnbolzen, der einen gebrochenen Schlitten festhält
2006M9A1 mit Zubehörschiene
2017Ablösung der M9 durch die M17/M18

Fertigung

Gefertigt wird in Gardone Val Trompia; für den amerikanischen Auftrag kam ein Werk in Accokeek, Maryland, hinzu. Lizenz- und Nachbaufertigungen bestehen unter anderem in Brasilien und Ägypten, dazu eine große Zahl an Nachbauten ohne Lizenz. Für die Bestimmung heißt das dasselbe wie bei der Browning HP: Die Bauform sagt über die Herkunft eines Stücks nichts, die Beschriftung sagt alles.

Varianten

Varianten
AusführungKennzeichen
92Sicherung am Rahmen, kein Entspannhebel, keine Schlagbolzensicherung
92SSicherungs- und Entspannhebel am Schlitten
92SBzusätzlich selbsttätige Schlagbolzensicherung
92F / M9veränderter Abzugsbügel, Trageöse, mattierte Oberfläche
92FSvergrößerter Hahnbolzen
92Greiner Entspannhebel ohne Sicherungsstellung
M9A1 / M9A3Zubehörschiene, veränderte Griffstückform

Für die Bestimmung

Diese Waffe ist millionenfach gebaut, in mehreren Staaten nachgebaut und in einer langen Reihe von Ausführungen im Umlauf, die sich äußerlich stark ähneln und sicherheitstechnisch erheblich unterscheiden. Der Sachverständige klärt an ihr zuerst, welche Ausführung er vor sich hat.

  1. Welche Bedienlogik? Sitzt der Hebel am Rahmen oder am Schlitten, und ist er Sicherung, Entspannhebel oder beides? Die Erstausführung 92 hat eine Rahmensicherung und keinen Entspannhebel; sie ist damit in der Handhabung eine andere Waffe als eine 92FS. Wer eine Beretta 92 begutachtet, ohne diese Frage zuerst zu stellen, begutachtet eine unbestimmte Waffe.
  2. Selbsttätige Schlagbolzensicherung vorhanden? Sie fehlt der Erstausführung und ist bei allen späteren vorhanden. Geprüft wird bei entladener Waffe, ob der Schlagbolzen bei losgelassenem Abzug gesperrt ist. Das Ergebnis gehört in jedes Gutachten, weil daran das Verhalten beim Fall hängt.
  3. Der Verriegelungsblock. Er wird ausgebaut und mit einer Lupe an den Übergangsradien der beiden Warzen abgesucht. Ein Anriss dort ist der typische Befund und beendet die Gebrauchstauglichkeit, auch wenn die Waffe noch funktioniert. Zugleich wird der Bauzustand bestimmt: Die überarbeiteten Blöcke unterscheiden sich in Radien und Materialabtrag, und ein altes Stück mit neuem Block ist der Regelfall bei einer viel geschossenen Waffe.
  4. Der Hahnbolzen. Vergrößert oder nicht? Ein Stück ohne den vergrößerten Bolzen ist eine Ausführung vor 92FS. Das Merkmal ist von außen zu sehen und trennt die Bauzustände zuverlässig.
  5. Die Ausnehmungen in den Schlittenwänden. Sie tragen bei jedem Schuss gegen die Warzen des Blocks. Ausgeschlagene, konkav gewordene Auflageflächen bedeuten, dass der Verschluss zu spät und mit Spiel entriegelt; sie sind, anders als der Block, nicht austauschbar.
  6. Rahmen und Schienen. Der Rahmen ist Leichtmetall, die Schlittenschienen laufen auf ihm. An einem stark geschossenen Stück ist die Anodisierung dort durchgelaufen; blanke Schienen sind ein Alters- und kein Schadensbefund, ausgeschlagene Schienen dagegen ein Schadensbefund.
  7. Beschriftung und Beschuss. Gardone, Accokeek, Lizenz oder Nachbau — die Frage ist an Beschriftung, Prüfzeichen und Seriennummernkreis zu klären und nicht an der Bauform. Bei Nachbauten ohne Lizenz weichen häufig gerade die kleinen, tragenden Teile in Werkstoff und Wärmebehandlung ab, was am Objekt nicht zu sehen ist.

Einordnung

Das Register vertritt an mehreren Stellen die These, der Beitrag der Region liege bei der Bedienlogik und nicht beim Verschluss; Browning setzte sich international durch, das Kniegelenk nicht. Die Beretta 92 ist die wichtigste Ausnahme von diesem Befund. Hier setzte sich auch eine Thüringer Verriegelung durch, in großem Maßstab und bis heute.

Zusammen mit dem Spannabzug und dem Entspannhebel, die auf die Walther PP von 1929 zurückgehen, vereint die Beretta 92 damit beide Thüringer Beiträge in einer einzigen, weltweit verbreiteten Waffe. Was sie nicht von dort hat, ist das zweireihige Magazin; das kam aus Herstal und steht bei der Browning HP.

Wie weit die Ausnahme trägt, ist damit zugleich beschrieben. Sie trägt für die Anordnung des Verriegelungsblocks und nicht für das Prinzip des fallenden Riegels, das Mauser vierzig Jahre früher hatte. Und sie trägt als gut gestützte Zuschreibung, nicht als Herstellernachweis.

Siehe Abzugs- und Sicherungssysteme und Kurzwaffen im Systemvergleich.

Waffenrechtliches

Die Beretta 92 ist eine halbautomatische Kurzwaffe und keine Kriegswaffe nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Erwerb und Besitz setzen eine Waffenbesitzkarte voraus. Magazine über zehn Patronen unterliegen bei halbautomatischen Kurzwaffen den Beschränkungen des Waffengesetzes in seiner geltenden Fassung; das serienmäßige Magazin dieser Waffe fasst fünfzehn. Dieses Register gibt keine Rechtsauskunft. Siehe Methodik.

Offene Forschungsfragen. Erstens die Werksüberlieferung: Gibt es bei Beretta eine Konstruktionsunterlage, eine Notiz oder ein Zeugnis, das die Pistole 38 als Vorbild benennt? Solange nicht, bleibt die am weitesten reichende Nachwirkungsbehauptung dieses Registers eine gut gestützte Zuschreibung und kein Nachweis. Zweitens der Wortlaut des italienischen Patents 467871 von 1950 — er wäre die erste Quelle, die aus der Hand des Konstrukteurs stammt, und diesem Register lag er nicht vor. Drittens die Austauschintervalle für den Verriegelungsblock, für die eine Werksvorschrift statt Anwenderangaben zu beschaffen wäre.

Konstruktion

Verschluss
Formschlüssig verriegelter Verschluss mit fallendem Verriegelungsblock. Der Block ist vorn unter dem Lauf angelenkt und greift mit zwei seitlichen Warzen am hinteren Ende in Ausnehmungen der Schlittenwände. Ein schwimmender Stößel am Laufansatz läuft beim Rücklauf auf eine senkrechte Stufe des Griffstücks auf und drückt den Block über eine Schrägfläche nach unten aus dem Eingriff; angehoben wird er beim Vorlauf nicht von diesem Stößel, sondern von der ansteigenden Innenform des Rahmens. Der Lauf kippt nicht, sondern bewegt sich geradlinig — der Unterschied zur Browning-Kippverriegelung und zugleich das Merkmal, das die Waffe mit der Pistole 38 teilt.
Ladeprinzip
Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf, aufschießend, Hahnschloss, Einzelfeuer. Verriegelungsart und Ladeprinzip sind zwei getrennte Merkmale: verriegelt wird über den fallenden Block, angetrieben wird allein vom Rückstoß. Keine Gasentnahme, keine Verzögerungsmasse. Eine einzelne Schließfeder liegt unter dem Lauf; die Pistole 38 hat stattdessen zwei seitlich im Griffstück
Zuführung
Zweireihiges Stangenmagazin, 15 Patronen, oben auf eine Reihe zusammengeführt; Zuführrampe im Griffstück, hartverchromte Laufbohrung
Abzug
Spannabzug (Double Action / Single Action). Erster Schuss über den langen Abzugsweg mit Spannen des Hahns, danach als Einzelabzug. Übertragung über eine Abzugsstange im Rahmen
Sicherung
Sicherungs- und Entspannhebel am Schlitten, der zuerst den Schlagbolzen aus der Schlagbahn dreht und dann den Hahn ablässt; ab der Ausführung 92SB zusätzlich eine selbsttätige Schlagbolzensicherung, die erst beim Durchziehen des Abzugs freigibt. Frühe Stücke der Erstausführung 92 haben die Sicherung stattdessen am Rahmen und keinen Entspannhebel
Visierung
Feste Kimme und Korn; offener Schlitten mit weit ausgeschnittenem Rücken, so dass der Lauf über nahezu seine ganze Länge frei liegt

Maße und Leistung

Länge
217 mm (Ausführung 92FS)
Lauflänge
125 mm
Gewicht
rund 950 bis 970 g ungeladen je Darstellung; der Rahmen besteht aus einer Leichtmetalllegierung, der Schlitten aus Stahl
Magazin
15 Patronen, zweireihig
V₀
Nicht mit Geschossgewicht belegt. Für eine 9 × 19 mm aus 125 mm Lauf liegt die Größenordnung bei 350 bis 380 m/s; Abschätzung dieses Registers, kein Messwert

Funktionsablauf im Einzelnen

Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.

  1. 1

    Ausgangslage — verriegelt, Hahn abgespannt oder gespannt

    Die Patrone liegt im Lager. Der vorn am Lauf angelenkte Verriegelungsblock steht oben; seine beiden seitlichen Warzen füllen die Ausnehmungen in den Schlittenwänden aus. Der Lauf liegt waagerecht und bleibt es während des ganzen Ablaufs. Getragen wird die Waffe im Regelfall geladen und entspannt — der ganze Sinn der Bedienlogik, die sie geerbt hat.

  2. 2

    Auslösen im Spann- oder im Einzelabzug

    Beim ersten Schuss aus dem entspannten Zustand nimmt der Abzug über die Abzugsstange den Hahn mit nach hinten und lässt ihn am Ende des Wegs los; der Weg ist lang, der Widerstand hoch. Steht der Hahn gespannt, hebt der Abzug nur die Abzugsstange aus der Spannrast. Derselbe Weg gibt zuvor die selbsttätige Schlagbolzensicherung frei; sie fehlt der Erstausführung 92 und kam mit der 92SB.

  3. 3

    Zündung und gemeinsamer Rücklauf

    Der Gasdruck presst den Hülsenboden gegen den Stoßboden. Lauf, Block und Schlitten laufen verriegelt zurück. Weil der Lauf sich geradlinig bewegt und nicht kippt, bleibt die Seelenachse zur Visierlinie parallel — der Grund, aus dem dieser Bauart eine gutmütige Trefferlage nachgesagt wird und aus dem sie sich für den Schalldämpferbetrieb eignet.

  4. 4

    Entriegelung durch Absenken des Blocks

    Der Stößel unter dem Block läuft auf die Stufe im Griffstück auf und wird dadurch relativ zum Lauf verschoben. Über eine Schrägfläche schiebt er das hintere Ende des Blocks nach unten; der Block schwenkt um seine vordere Anlenkung, die beiden Warzen treten aus den Ausnehmungen. Der Lauf wird am Griffstück abgefangen, der Schlitten läuft allein weiter. Derselbe Vorgang, in denselben Bauteilen, findet in der Pistole 38 statt.

  5. 5

    Auszug ohne Vorentspannung

    Eine Vorentspannung wie beim Zylinderverschluss gibt es nicht; gezogen wird bei voller Schlittengeschwindigkeit. Möglich ist das, weil der Druck einer Pistolenpatrone auf der kurzen Rücklaufstrecke bereits abgefallen ist. Die Auszieherkralle sitzt rechts im Stoßboden und schnappt beim Zuführen über den Hülsenrand. Ab der Ausführung 92F trägt sie zugleich als Ladeanzeige einen roten Punkt.

  6. 6

    Auswurf durch den offenen Schlittenrücken

    Der feststehende Auswerfer am Rahmen trifft den Hülsenboden links, während die Kralle rechts hält; die Hülse kippt und tritt nach oben aus. Der weite Ausschnitt im Schlittenrücken ist kein Zierrat: Ein Auswurffenster im eigentlichen Sinn gibt es nicht, der ganze obere Bereich ist offen, und eine klemmende Hülse lässt sich von Hand herausnehmen. Diese Beretta-Eigenheit ist älter als die Verriegelung und stammt aus dem Modell 1915.

  7. 7

    Hahnspannen und Unterbrechung

    Der zurücklaufende Schlitten drückt den Hahn nieder, bis die Abzugsstange in die Spannrast fällt. Hält der Finger den Abzug gezogen, bleibt sie abgesenkt und findet die Rast nicht wieder; sie ist damit zugleich Unterbrecher. Erst das Loslassen hebt sie in den Eingriff zurück.

  8. 8

    Vorlauf, Zuführwinkel, Patronenlage

    Die Schließfeder treibt den Schlitten vor. Aus dem zweireihigen Magazin muss oben eine Reihe werden; das leisten die Magazinlippen. Die Patrone kommt schräg nach oben, läuft mit der Spitze über die Zuführrampe in den Übergangskonus und richtet sich waagerecht aus. Weil der Lauf nicht kippt, ist der Zuführwinkel über den ganzen Weg derselbe — anders als beim Kippverschluss, bei dem der Lauf dabei erst noch angehoben wird.

  9. 9

    Wiederverriegeln, Verschlussfang, Zustandswechsel

    Kurz vor der vorderen Endlage wird der Block wieder angehoben, und die Warzen fahren in die Ausnehmungen. Das leistet nicht der Stößel und keine Feder, sondern die Form des Rahmens: Das vordere Ende des Riegels wird an der Innenseite des Griffstücks entlanggezogen, die dort ansteigt und ihn dabei hochschwenkt. Die Absenkung geschieht durch einen Stoß, die Anhebung durch eine Schräge — beides beschreibt die für den Vergleich herangezogene Darstellung der Pistole 38 in derselben Weise. Ist das Magazin leer, hebt der Zubringer den Schlittenfanghebel. Zum Ablegen wird der Hebel am Schlitten niedergedrückt: Er dreht zuerst den Schlagbolzen aus der Schlagbahn und lässt dann den Hahn fallen, der auf den abgedrehten Bolzen trifft. Derselbe Entspannvorgang, den die Walther PP 1929 einführte — nur ist der Hebel hier zugleich Sicherung.

Schwenkriegel — verriegelter Rückstoßlader

Schemaskizze, nicht maßstäblich

1 2 3
  1. 1 Verriegelt: Das keilförmige Riegelstück unter dem Lauf steht oben und greift beidseitig in Ausnehmungen des Verschlusses.
  2. 2 Entriegelung: Nach wenigen Millimetern gemeinsamen Rücklaufs trifft der Steuerstift am Griffstück das Riegelstück und schwenkt es nach unten aus den Ausnehmungen.
  3. 3 Getrennt: Der Lauf wird abgefangen, der Verschluss läuft allein weiter, wirft aus und spannt den Hahn.

Vergleichsstücke außerhalb der Region

Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.

Pistole 38

Carl Walther · Deutschland (Zella-Mehlis) · 1938
System
Verriegelter Rückstoßlader mit Schwenkriegel unter dem Lauf, Spannabzug, Entspannhebel, offener Schlitten
Unterschied
Übereinstimmend sind fünf Merkmale in ihrer Anordnung: geradlinig geführter Lauf ohne Kippbewegung, Riegelstück vorn unter dem Lauf angelenkt, zwei seitliche Warzen in Ausnehmungen der Schlittenwände, und Entriegelung über einen Stößel, der am Griffstück aufläuft und den Riegel über eine Schrägfläche absenkt. Der oben offene Schlitten kommt in beiden Waffen vor, zählt hier aber NICHT mit: Beretta baut ihn seit 1915 und damit unabhängig von der Pistole 38. Verschieden sind: zwei Schließfedern seitlich im Griffstück gegen eine unter dem Lauf, Stahlrahmen gegen Leichtmetallrahmen, einreihiges Magazin für 8 gegen zweireihiges für 15 Patronen, Spornhahn gegen Ringhahn.
Befund
Damit ist die Beretta 92 keine Waffe „in der Tradition" der P 38, sondern deren konstruktive Fortsetzung — 38 Jahre später und in einem anderen Land. Die Abstammung hängt allerdings nicht an einer Werksaussage, sondern an der Übereinstimmung der Bauteile, am Zwischenmodell M1951 und an der übereinstimmenden Sekundärliteratur; siehe Belegnotiz.

Beretta M1951

Pietro Beretta S.p.A. · Italien · 1951 plausibel
System
Verriegelter Rückstoßlader mit fallendem Verriegelungsblock, Einzelabzug, Spornhahn, einreihiges Magazin für 8 Patronen, 9 × 19 mm
Unterschied
Das Glied zwischen Zella-Mehlis und Gardone. Tullio Marengoni erhielt 1950 den Auftrag, eine Pistole für die 9 × 19 mm zu entwickeln; die dafür nötige Verriegelung übernahm er in der Anordnung der Pistole 38 und ließ sie im selben Jahr unter der italienischen Patentnummer 467871 schützen. Alles Übrige blieb Beretta: offener Schlitten, Ringhahn nicht, sondern Spornhahn, Einzelabzug, einreihiges Magazin.
Befund
Für die Zurechnung ist dieses Modell der entscheidende Schritt und nicht die 92. Wer die Linie von der P 38 zur M9 zieht, zieht sie über 1950 und über Marengoni.

Mauser C96

Waffenfabrik Mauser · Deutsches Reich (Oberndorf am Neckar) · 1896 plausibel
System
Verriegelter Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf; schwenkbarer Sperrblock unter dem Verschlussgehäuse, dessen zwei Warzen von unten in Ausnehmungen des Verschlusses greifen
Unterschied
Der Einwand gegen jede zu gerade gezogene Linie. Ein fallender Sperrblock mit zwei Warzen unter dem Lauf ist zweiundvierzig Jahre älter als die Pistole 38. Verschieden ist, was der Block sperrt: In der C96 riegelt er den Verschluss im mitlaufenden Gehäuse, in P 38 und Beretta den Schlitten gegen den Lauf, und abgesenkt wird er dort von einem eigenen Stößel statt von einem Absatz des Schlossgehäuses.
Befund
Der Vergleich schränkt die Zuschreibung ein, ohne sie aufzuheben. Erfunden hat Zella-Mehlis den fallenden Block nicht. Was auf die Pistole 38 zurückgeht, ist die besondere Anordnung — Lauf ohne Kippbewegung, Riegel vorn angelenkt, Warzen in die Schlittenwände, Absenkung durch einen auflaufenden Stößel —, und diese Anordnung ist es, die in der M9 steckt.

Colt M1911A1

Colt und Auftragsfertiger · USA · 1924
System
Browning-Kippverschluss mit Schwenkglied, Single Action, Griffsicherung
Unterschied
Die Waffe, die von der M9 abgelöst wurde. Beide waren US-Ordonnanzpistolen — die eine mit amerikanischer Verriegelung und amerikanischer Bedienlogik, die andere mit italienischer Fertigung auf Thüringer Konstruktionsgrundlage. Im Ablauf trennt sie die Bewegung des Laufs: Bei der M1911 kippt er, bei der Beretta bleibt er waagerecht.
Befund
1985 ersetzte in der US-Armee eine Konstruktion mit P-38-Verriegelung eine mit Browning-Verriegelung. Das ist die Pointe des ganzen Vergleichs.

Bekannte Schwächen

Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.

  • Der Verriegelungsblock ist ein Verschleißteil mit Bruchbild

    Die gesamte Verriegelungskraft steht auf zwei schmalen Warzen an einem kleinen, vorn angelenkten Stück, das bei jedem Schuss beschleunigt und wieder abgefangen wird. Risse und Brüche gehen von den Übergangsradien der Warzen aus. Beretta hat den Block mehrfach überarbeitet — der Handel unterscheidet drei Bauzustände — und nennt für die älteren Ausführungen Austauschintervalle, die deutlich unter der Lebensdauer der übrigen Waffe liegen. Die im Umlauf befindlichen Zahlen schwanken erheblich; belastbar ist allein die Tatsache, dass der Hersteller für dieses eine Teil ein Intervall vorsieht und für die Waffe im Übrigen nicht. Bei der Zustandsbeurteilung eines Altstücks steht der Block deshalb an erster Stelle.

    plausibel

  • Schlittenbrüche in der Erprobung, und was daraus folgte

    In amerikanischen Erprobungen der späten 1980er Jahre brachen Schlitten und wurden nach hinten gegen den Schützen geschleudert. Als Ursache wurde überladene, nicht normgerechte Munition ermittelt und nicht ein Fehler der Konstruktion. Die Antwort war trotzdem eine konstruktive: Die Ausführung 92FS erhielt einen vergrößerten Hahnbolzen, der in eine Nut an der Schlittenunterseite greift und einen gebrochenen Schlitten festhält, statt ihn fliegen zu lassen. Für die Begutachtung ist das ein zählbares Merkmal — und ein Beispiel dafür, dass eine Bauartänderung eine Ursache nicht eingesteht.

    plausibel

  • Griffumfang und Abzugsweg

    Zweireihiges Magazin und Spannabzug summieren sich zu einem starken Griff und einem langen ersten Abzugsweg. Der Zielkonflikt ist derselbe, den schon die Browning HP eröffnete, hier aber verschärft, weil zum Umfang der lange Weg tritt. Der Übergang vom ersten zum zweiten Schuss ändert Widerstand und Weg — ein Ausbildungsproblem, das der gesamten Spannabzugsgeneration anhaftet und das die vorgespannten Schlagbolzenschlösser ab den 1990er Jahren beseitigten.

    plausibel

  • Der Sicherungshebel sitzt am beweglichen Bauteil

    Sicherung und Entspannhebel liegen am Schlitten und laufen mit ihm zurück. Beim Durchladen mit übergreifender Hand lässt sich der Hebel unbeabsichtigt niederdrücken; die Waffe steht dann gesichert, ohne dass es der Schütze bemerkt. Die Ausführungen mit reinem Entspannhebel am Rahmen, die Beretta später anbot, beheben genau das. Bei der Begutachtung eines Stücks ist deshalb zuerst zu bestimmen, welche Bedienlogik vorliegt — sie ist nicht bei allen Ausführungen dieselbe.

    plausibel

  • Offener Schlitten als Vor- und Nachteil zugleich

    Der weite Ausschnitt macht Störungen zugänglich und hält die Waffe leicht, lässt aber den Lauf und den oberen Verschlussbereich offen liegen. Sand und Staub gelangen unmittelbar in den Laufbereich. In den Erfahrungsberichten aus trockenen Einsatzräumen taucht dieser Punkt regelmäßig auf; eine belastbare Untersuchung lag diesem Register nicht vor, weshalb er als plausibel und nicht als gesichert geführt wird.

    plausibel

Verwendung

  • Ordonnanzpistole der US-Streitkräfte als M9 von 1985 bis 2017
  • Abgelöst durch die im Modular-Handgun-System-Verfahren beschaffte M17/M18; die M9 blieb danach noch in Restbeständen im Gebrauch
  • Italienische Streitkräfte und Carabinieri sowie zahlreiche weitere Staaten
  • In Deutschland verbreitet als Sport- und Behördenwaffe; die Ausführung 92FS und ihre Nachbauten sind auf dem zivilen Markt geläufig
  • Bis heute in Serie, in zahlreichen Varianten

Quellen

  1. [Online] Wikipedia (en) Beretta 92 , Herleitung des angelenkten Verriegelungsblocks von der Walther P38 über die Beretta M1951; geradlinige Laufbewegung und daraus folgende Eignung für den Schalldämpferbetrieb; offener Schlitten; hartverchromte Laufbohrung; Maße 217 mm / 125 mm / rund 970 g; Schlittenbrüche in der amerikanischen Erprobung mit überladener Munition als ermittelter Ursache und vergrößerter Hahnbolzen der 92FS als Abhilfe Link
  2. [Online] Athlon Outdoors The History and Legacy of the Beretta M1951 , Marengoni erhält 1950 den Auftrag für eine Pistole im Kaliber 9 × 19 mm; Übernahme des von der Walther P38 stammenden Riegelsystems, bei dem ein schwimmender Stößel am hinteren Laufansatz beim Schuss auf den Rahmen trifft und den Riegel absenkt; zwei Warzen am hinteren Ende des Riegels in Ausnehmungen der Schlittenseiten; Serienfertigung erst ab 1957; einreihiges Magazin zu 8 Patronen. Eine PATENTNUMMER nennt diese Fundstelle NICHT — sie steht bei American Firearms Link
  3. [Online] American Firearms The Beretta 92 Deep Dive , Tullio Marengoni als Urheber der Grundkonstruktion und sein „key 1950 patent (Nº 467871)" auf den fallenden Riegelblock nach Walther-Vorbild; Eignung der Bauart für den Schalldämpferbetrieb. Dies ist die Fundstelle für die Patentnummer; technische Einzelheiten zum Anheben oder Absenken des Riegels gibt sie nicht Link
  4. [Online] The Mag Life A Brief History of the Beretta 92 Pistol Link
  5. [Online] American Rifleman The Beretta M9: 25 Years of Service Link
  6. [Online] The Firearm Blog A look inside the Walther P38 , Beschreibung des P-38-Riegelstücks: unter dem Lauf angelenkter Keil mit zwei nach oben weisenden Warzen, die in Nuten der Schlittenschienen greifen; ein schwimmender Stift hinter dem Keil trifft auf eine senkrechte Stufe des Griffstücks und drückt das hintere Ende des Keils nach unten. Beim Vorlauf wird der Keil vorn an der ansteigenden Innenform des Rahmens entlanggezogen und dadurch wieder hochgeschwenkt — ausdrücklich KEINE Feder. Herangezogen für den Bauteilvergleich, nicht für Aussagen über die Beretta Link
  7. [Online] Bundesministerium der Justiz Waffengesetz Link