Modell
MPi AK-74N / MPi AKS-74N
- Fertigung
- GWB Wiesa
- Kaliber
- 5,45 × 39 mm
- Zeitraum
- 1985–1990
- Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden
Entscheidungsjahr 1981, Lizenzvertrag vom 15. Mai 1981, Fertigung in Wiesa ohne sowjetischen Waffenzukauf, Dienstzeit ab 1985 und die serienmäßige Optikschiene sind durch mehrere Sammler- und Übersichtsquellen gedeckt. Stückzahlen und der Umfang der Ablösung der MPi KM-72 sind nicht belegt. NEU HINZUGEKOMMEN sind die technischen Einzelangaben, und sie stammen sämtlich aus den Darstellungen zur SOWJETISCHEN AK-74 beziehungsweise zu den Patronen, nicht aus einer Wiesaer Quelle und nicht von einem vermessenen Stück: der rechtwinklige Gaskanal im Gasblock und seine Begründung mit dem Abscheren von Mantelmaterial, die Drallänge von 200 mm gegen 240 mm bei der AKM, die vergrößerte Auszieherkralle der 5,45er, der Aufbau der Mündungsbremse mit Kammer, zwei senkrechten Ausschnitten, drei ungleich verteilten Bohrungen und vorderer Prallplatte, die Lauflänge, das Gewicht, die Mündungsgeschwindigkeit von 880 bis 900 m/s und die Kadenz von rund 650 Schuss/min. Die Patronenmaße — Boden- und Randdurchmesser 10,00 mm gegen 11,35 mm, Hülsenlänge 39,82 gegen 38,70 mm, Gesamtlänge 57,00 gegen 56,00 mm — stehen in den Übersichtsdarstellungen zu den beiden Patronen. Dass daraus ein NEUER VERSCHLUSSKOPF folgt, ist eine Folgerung dieses Registers aus den Maßen und keine Quellenaussage: Ein Stoßboden für 11,35 mm hält eine Hülse von 10,00 mm nicht. NICHT BELEGT sind die Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger, der Durchmesser der Gasentnahmebohrung und die Kennlinie der Schließfeder — weder für die AK-74 noch für die AKM noch für die Wiesaer Fertigung. Der Eintrag setzt deshalb KEINE Zahlen ein. AUSDRÜCKLICH ZURÜCKGENOMMEN ist dabei eine Folgerung, die eine Zwischenfassung dieses Eintrags noch trug: dass die Konstruktion einen „halbierten Antrieb" ausgeglichen oder sogar überkompensiert habe. Halbiert ist der Impuls des GESCHOSSES und damit der Rückstoß der Waffe; den Verschlussträger treibt das an der Entnahmebohrung abgezweigte Gas, und beide Patronen stehen mit demselben Höchstgasdruck von 355 MPa nach C.I.P. zu Buche. Aus dem Geschossimpuls folgt über den Antrieb des Verschlusses nichts, und aus der Kadenz folgt über den Geschossimpuls ebenfalls nichts. Der Impulsüberschlag (rund 3,0 gegen rund 5,7 Ns) und der Energieüberschlag (rund 1330 gegen rund 2040 J) sind Rechnungen dieses Registers aus Geschossmasse und Mündungsgeschwindigkeit, ohne Gasanteil, und ersetzen keine Messung. Auch die Aussage, das leichtere Geschoss werde an Zwischenmedien stärker abgelenkt, ist eine Folgerung aus der Masse und keine gemessene Größe. Die Begründung des rechtwinkligen Gaskanals steht in der Quelle in vier Worten („to reduce bullet shear at the port hole"); jede weitergehende Erklärung — Ablagerung im Gassystem, besondere Anfälligkeit des dünnen Geschosses, schräger Kanal der AKM — steht dort NICHT und ist hier deshalb nicht ausgeführt. ZUR MONTAGESCHIENE: Dass die Schiene links sitzt und serienmäßig geliefert wurde, ist mehrfach gedeckt; das zugehörige Zielfernrohr ZFK 4 × 25 aus Jena nennt eine Sammlerdarstellung. Der Buchstabe N geht auf die sowjetische Bezeichnungspraxis zurück und steht dort für die Ausführung mit Montageschiene, ursprünglich für Nachtzielgeräte. Der Beschreibung der Montage im Text liegt KEINE Werksvorschrift zugrunde; sie ist aus den zugänglichen Darstellungen und aus der Bauform erschlossen und entsprechend gekennzeichnet. ZUR KENNZEICHNUNG am Sicherungshebel liegt genau EINE Darstellung vor: Eine englischsprachige Übersichtsdarstellung nennt für die DDR-Ausführungen der 74er-Reihe das Unendlichkeitszeichen für Dauerfeuer und die Ziffer 1 für Einzelfeuer, also keine Buchstaben. Am Stück geprüft ist das hier nicht, und für die ältere MPi KM trifft die Darstellung keine Aussage. ZUR GATTUNG: Die 5,45 × 39 mm ist nach der Systematik dieses Registers eine innere Mittelpatrone; der Überschlag aus 3,43 g und 880 m/s ergibt rund 1330 J.
So funktioniert sie
Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.
Im Ablauf arbeitet diese Waffe wie ihre Vorgängerin MPi KM, und der Eintrag dazu beschreibt ihn ausführlich: Ein Teil der Pulvergase wird aus dem Lauf in ein Rohr darüber geleitet und treibt dort einen Kolben zurück, der fest an einem schweren Schlitten sitzt. Der Schlitten läuft erst ein Stück allein, damit der Druck im Lauf abfallen kann; dann dreht eine schräge Nut das Stahlstück, das den Lauf zuhält, und löst dessen zwei Nasen aus ihren Aussparungen. Erst danach öffnet sich der Lauf, die leere Hülse fliegt heraus, eine Feder schiebt alles wieder vor, die nächste Patrone kommt aus dem gekrümmten Magazin. Geändert wurde nicht dieser Ablauf, sondern die Patrone: 1981 entschied die DDR, auf eine deutlich leichtere Munition mit dünnerem und schnellerem Geschoss umzustellen. Das hat mehr Folgen, als es aussieht. Die neue Patrone ist am Boden schmaler, weshalb das vordere Ende des Stahlstücks neu gemacht werden musste, und ihr langes dünnes Geschoss braucht eine engere Drallwindung im Lauf. Vorn an der Mündung sitzt außerdem ein großes gekammertes Stahlstück. Die austretenden Gase treffen darin von hinten auf eine Platte und schieben die Waffe dadurch nach vorn — gegen die Richtung, in die der Rückstoß sie treibt. Ohne diese Einrichtung wäre der Gewinn an Ruhe deutlich kleiner. Der Schütze merkt: weniger Rückstoß, flachere Flugbahn, mehr Patronen bei gleichem Traggewicht. Dafür lässt sich das leichtere Geschoss von Zweigen oder Mauerwerk stärker ablenken, und der Knall zur Seite ist lauter. Neu ist auch die Ausstattung: Jede dieser Waffen trug ab Werk eine Schiene links am Gehäuse für ein Zielfernrohr. Die sowjetische Fertigung bekam sie erst rund zehn Jahre später.
1981 entschied die DDR, auf die Patrone 5,45 × 39 mm umzustellen. Am 15. Mai 1981 wurde der Lizenzvertrag geschlossen; ab 1985 war die MPi AK-74N Standardwaffe der beweglichen Kräfte der NVA und löste die MPi KM-72 teilweise ab.
Konstruktion
Der Verschluss ist der der Kalaschnikow, und dieses Register beschreibt ihn einmal gründlich, im Eintrag zur MPi K und MPi KM: Drehkopf mit zwei gegenüberliegenden Warzen, Langhubkolben, Freilauf des Trägers vor dem Drehen, Erstauszug durch die Drehung, feste Auswerfernase, Abzugsunterbrecher und Fangrast, kein Verschlussfang. Nichts davon änderte sich 1985.
Trotzdem ist „mechanisch unverändert” die falsche Auskunft, und sie stand in der früheren Fassung dieses Eintrags. Ein Kaliberwechsel greift weiter, als der Blick auf den Verschlussweg vermuten lässt. Vier Stellen sind betroffen.
Der Stoßboden. Die beiden Patronen haben nicht denselben Hülsenboden. Die 7,62 × 39 mm misst dort 11,35 mm, die 5,45 × 39 mm misst 10,00 mm. Ein Stoßboden für die eine hält die andere nicht, und der Verschlusskopf ist damit ein neues Teil. Die Übersichtsdarstellung nennt für die 5,45er zudem eine vergrößerte Auszieherkralle, was zur kleineren Randfläche passt: Weniger Rand verlangt mehr Kralle.
Folgerung dieses Registers, keine Quellenaussage. Dass aus den beiden Bodenmaßen ein anderer Verschlusskopf folgt, sagt keine der eingesehenen Darstellungen ausdrücklich. Es folgt aus den Maßen. Die Warzenanordnung selbst ist davon nicht betroffen; geändert ist die Ausdrehung vorn, nicht die Verriegelung hinten.
Die Gasentnahmebohrung. Am Gasblock steht der Kanal nun rechtwinklig zur Seelenachse. Die Übersichtsdarstellung begründet das in vier Worten: um das Abscheren von Geschossmaterial an der Bohrung zu verringern. Mehr steht dort nicht. Wohin das abgescherte Material gerät und warum gerade das dünne, schnelle Geschoss der 5,45er anfällig sein soll, sagt keine der hier geführten Darstellungen; dieser Eintrag ergänzt es deshalb nicht. Dass der Kanal der AKM demgegenüber schräg nach hinten steht, ist gängiges Werkstattwissen und in den geführten Quellen ebenfalls nicht ausgesprochen. Am Objekt ist der gerade Kanal von außen erkennbar und damit ein Bestimmungsmerkmal.
Der Drall. Vier rechtsdrehende Züge mit 200 mm Drallänge gegen 240 mm bei der AKM. Der lange, schlanke Geschosskörper braucht mehr Drehzahl, um stabil zu fliegen. Seine Empfindlichkeit gegen Zwischenmedien gehört zur selben Auslegung, hat aber eine andere Ursache: Sie hängt an der kleinen Masse und dem kleinen Impuls, nicht am Drall. Zwei Folgen einer Entscheidung, nicht eine Eigenschaft von zwei Seiten.
Die Mündung. Vorn sitzt keine Zierde, sondern das Bauteil, das den Ruf dieser Waffengeneration mitträgt. Beschrieben wird es als große Ausdehnungskammer mit zwei senkrechten Ausschnitten am vorderen Ende, drei ungleich verteilten Bohrungen und einer Prallplatte kurz vor dem Ende, gegen die die austretenden Gase drücken und dabei einen nach vorn gerichteten Schub erzeugen. Die ungleiche Verteilung der Bohrungen arbeitet gegen das Hochgehen und gegen den seitlichen Versatz. Eine Rückstoßbremse also, und ausdrücklich kein Mündungsfeuerdämpfer. Der Unterschied ist keine Wortfrage: Der Feuerdämpfer der M16A2 verteilt die Gase, damit der Blitz kleiner wird; die Bremse lenkt sie um, damit die Waffe ruhiger steht.
Was der Kaliberwechsel für die Auslegung bedeutete
Die neue Patrone liefert weniger. Nach dem Überschlag dieses Registers trägt ein Geschoss von 3,43 g bei 880 m/s rund 3,0 Ns Impuls und rund 1330 J Energie, eines von 7,9 g bei 718 m/s rund 5,7 Ns und rund 2040 J. Der Impuls fällt also gut auf die Hälfte, die Energie auf knapp zwei Drittel. Beides sind Rechnungen aus Masse und Geschwindigkeit, ohne Gasanteil, und ersetzen keine Auslegungsrechnung.
Diese beiden Zahlen sagen etwas über den Rückstoß und nichts über den Antrieb des Verschlusses. Den Verschlussträger treibt nicht das Geschoss, sondern das Gas, das an der Entnahmebohrung abgezweigt wird; wieviel davon ankommt, hängt am Druck an dieser Stelle des Laufs, am Querschnitt der Bohrung und an ihrer Lage. Beide Patronen stehen mit demselben Höchstgasdruck von 355 MPa nach C.I.P. zu Buche, beide Läufe messen 415 mm. Aus dem halbierten Geschossimpuls folgt also gerade nicht, dass das Gassystem nur noch die Hälfte zu liefern hätte. Was sich an Bohrung, Massen und Federkraft tatsächlich änderte, ist damit weder ausgeschlossen noch belegt.
Was NICHT belegt ist. Die Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger, der Durchmesser der Gasentnahmebohrung und die Kennlinie der Schließfeder — für keine der drei Waffen AKM, AK-74 und Wiesaer Fertigung nennt eine eingesehene Darstellung Zahlen. Der Eintrag setzt deshalb keine ein. Auch die gestiegene Kadenz — rund 650 gegen rund 600 Schuss/min — beantwortet die Frage nicht, und sie mit dem halbierten Impuls zu verrechnen wäre ein Fehlschluss: Halbiert ist der Impuls des Geschosses und damit der Rückstoß der Waffe, nicht der Antrieb des Verschlussträgers. Zwei Waagen, ein Messschieber und der Querschnitt der Gasbohrung würden die Frage entscheiden; herleiten lässt sie sich nicht.
Fertigung
Aus der Sowjetunion wurden keine AK-74 zugekauft. Stattdessen entstanden im VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa neue Maschinen und Anlagen für die Eigenfertigung.
Bei der Makarow war es anders gelaufen. Deren Suhler Lizenzfertigung endete 1965 auf sowjetischen Druck, danach wurde importiert. Bei den Automatwaffen hielt die DDR ihre Fertigungstiefe.
Varianten
Die MPi AK-74N trägt den festen Schaft, die MPi AKS-74N den Klappschaft. Eine Sammlerdarstellung nennt zusätzlich eine kurze Ausführung MPi AKS-74NK um 1986; sie ist hier nicht am Objekt geprüft.
Das N und seine Schiene
Der Buchstabe bezeichnet nicht die Nachtsichtfähigkeit der Waffe, sondern die Montageschiene, an der ein Nachtzielgerät oder ein Zielfernrohr sitzen kann. In der sowjetischen Bezeichnungspraxis steht er für „nachts” und unterscheidet dort die besonders ausgestattete Ausführung von der gewöhnlichen. In Wiesa entfiel diese Unterscheidung, weil dort jede Waffe die Schiene bekam.
Warum sie an der Seite sitzt und nicht oben, folgt aus der Bauart. Der Gehäusedeckel der Kalaschnikow ist abnehmbar, wird allein von der Schließfeder gehalten und sitzt bei jedem Zusammenbau ein wenig anders; eine Zieloptik darauf hielte ihre Einstellung nicht. Über dem Patronenlager sitzt das Kurvenvisier, davor der Gaszylinder. Frei bleibt nur die linke Gehäusewand.
Dorthin ist die Schiene genietet, bei der Blechpressausführung durch eine verstärkende Platte hindurch. Die Montage des Zielfernrohrs wird von hinten aufgeschoben, greift mit einer Nut über die Schiene und wird von einem Klemmhebel festgesetzt; ein Anschlag begrenzt den Sitz nach vorn, damit die Montage nach jedem Abnehmen wieder an derselben Stelle steht. Der Arm der Montage kröpft nach rechts über das Gehäuse, weil die Schiene links sitzt, das Auge des Schützen aber hinter der Seelenachse. Als Zielfernrohr nennt eine Sammlerdarstellung das ZFK 4 × 25 aus Jena.
Erschlossen, keine Werksvorschrift. Die Beschreibung der Montage folgt der Bauform und den zugänglichen Darstellungen; eine Dienstvorschrift lag diesem Register nicht vor. Gesichert ist die Lage der Schiene links am Gehäuse, nicht der Wortlaut ihrer Bedienung.
Der praktische Preis steht bei den Schwächen: Die Optik sitzt seitlich neben der Seelenachse und verschiebt Gewicht und Ziellinie nach links.
Für die Bestimmung
Alle DDR-AK-74 trugen serienmäßig eine seitliche Zielfernrohrschiene. Die sowjetische Fertigung führte dieses Merkmal erst etwa zehn Jahre später mit der AK-74M durchgängig ein, und eine AK-74 mit serienmäßiger Schiene aus den 1980er Jahren ist deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit DDR-Fertigung. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Kunststoffausstattung und, bei der Klappschaftvariante MPi AKS-74N, eine eigene Schaftkonstruktion.
Was an genau dieser Waffe zuerst zu prüfen ist, über die allgemeinen Punkte der MPi KM hinaus:
- Der Gasblock. Steht der Kanal rechtwinklig zur Seelenachse, gehört das Stück in die 74er-Reihe. Ein schräger Kanal an einer Waffe, die sonst wie eine 74er aussieht, ist ein Widerspruch, der aufzuklären ist.
- Die Mündungseinrichtung. Die gekammerte Bremse ist das auffälligste Teil der Waffe und deshalb das erste, das im Handel getauscht oder ersetzt wird. Ein Vogelkäfig-Feuerdämpfer an einer 5,45er ist nicht original; ein solches Stück ist beim Rückstoßverhalten nicht mehr die Waffe, als die es angeboten wird.
- Der Stoßboden. Er entscheidet das Kaliber unabhängig von jeder Beschriftung. 10,00 gegen 11,35 mm ist mit dem Messschieber in Sekunden getrennt.
- Die Schiene und ihre Nieten. Genietet, nicht geschraubt, und durch eine Verstärkung hindurch. Nachträglich angebrachte Schienen sind der häufigste Umbau an AK-Ausführungen überhaupt, weil sie eine gewöhnliche Waffe zur seltenen machen. Zu prüfen sind Nietbild, Farbe im Nietgrund und Verzug der Gehäusewand.
- Magazin und Bestand. Magazine für 5,45 und 7,62 × 39 mm sehen einander ähnlich und passen nicht gegeneinander. Zwischen 1985 und 1990 lagen beide im selben Bestand.
Was gern gefälscht oder nachträglich ergänzt wird, ist damit benannt: die Schiene, weil sie das DDR-Merkmal ist, und die Mündungsbremse, weil sie das Bild macht. Was sich nicht fälschen lässt, ist der Stoßboden.
Einordnung
Der Kaliberwechsel ist der bemerkenswerteste Zug dieser Waffe. Beide Blöcke gingen innerhalb weniger Jahre denselben Schritt vom mittelschweren zum leichten, sehr schnellen Geschoss, und zwar aus identischen Gründen. Die Einzelheiten stehen unter Kalaschnikow gegen AR-15.
Zwei Beobachtungen kommen hinzu. Erstens war die Bundesrepublik mit derselben Klasse siebzehn Jahre früher am Markt, aber ohne Beschaffungsbeschluss: Das HK33 erschien 1968 und wurde nie Ordonnanzwaffe. Nicht die DDR war spät, sondern Heckler & Koch früh. Zweitens zeigt die Wiesaer Schiene, dass Lizenzfertigung und Eigenleistung einander nicht ausschließen. Sie ist keine große Konstruktion; sie ist eine Entscheidung, die in Ischewsk erst rund ein Jahrzehnt später fiel.
Waffenrechtliches
Vollautomatische Waffe und damit Kriegswaffe nach dem KWKG. Sie steht hier ausschließlich zur Dokumentation. Siehe Methodik.
Offene Forschungsfragen. Erstens die Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger im Vergleich zur AKM sowie Querschnitt und Lage der Gasentnahmebohrung — ohne sie lässt sich nicht sagen, ob und wie das Gassystem auf die neue Patrone umgestellt wurde. Zweitens die Kennzeichnung am Sicherungshebel, für die dem Register genau eine Darstellung vorliegt und kein geprüftes Stück. Drittens eine Dienstvorschrift der NVA zur Montage und zum Einschießen des ZFK 4 × 25. Viertens die Stückzahl und der Umfang der Ablösung der MPi KM-72, für die keine Zahl vorliegt.
Konstruktion
- Verschluss
- Drehkopfverschluss, formschlüssig verriegelt, zwei einander gegenüberliegende Warzen hinter den Rastflächen des Verschlussstücks; Lauf fest. Aufbau und Ablauf wie bei der MPi KM, dort ausführlich beschrieben. Geändert ist der Stoßboden: Die 5,45 × 39 mm hat 10,00 mm Boden- und Randdurchmesser gegen 11,35 mm bei der 7,62 × 39 mm, der Verschlusskopf ist also nicht derselbe. Für die 5,45er wird zudem eine größere Auszieherkralle angegeben
- Ladeprinzip
- Gasdrucklader mit langhubigem Gaskolben oberhalb des Laufs, aufschießend (geschlossener Verschluss); Kolben fest am Verschlussträger, voller Rücklauf mit. Kein Laufrücklauf, keine Masseverzögerung, kein Gasregler. Geändert ist die Gasentnahme: Der Kanal im Gasblock steht rechtwinklig zur Seelenachse statt schräg, was das Abscheren von Geschossmantelmaterial an der Bohrung mindern soll
- Zuführung
- Gekrümmtes Stangenmagazin zu 30 Patronen, zweireihig, wechselseitig zuführend; eigenes Magazin für 5,45 × 39 mm, mit dem der MPi KM nicht austauschbar. Die Patronengesamtlängen liegen mit 57,0 gegen 56,0 mm nahe beieinander, weshalb Schacht und Gehäuselänge unverändert bleiben konnten
- Abzug
- Hammerschloss mit Abzugsstange, gesondertem Abzugsunterbrecher und Fangrast am Schlagstück, umschaltbar Einzel- und Dauerfeuer; Aufbau der AKM-Reihe
- Sicherung
- Großer kombinierter Sicherungs- und Feuerwahlhebel rechts am Gehäuse, drei Stellungen; sperrt in der oberen Stellung den Abzug, deckt den Führungsschlitz ab und begrenzt den Rücklaufweg
- Visierung
- Korn mit Kornschutz, Kurvenvisier über dem Patronenlager; zusätzlich serienmäßig eine Montageschiene für Zieloptik an der linken Gehäusewand. Zugehöriges Zielfernrohr nach einer Sammlerdarstellung das ZFK 4 × 25 aus Jena
- Züge und Drall
- vier Züge, Rechtsdrall, Drallänge 200 mm
Maße und Leistung
- Lauflänge
- 415 mm nach der Angabe zur sowjetischen AK-74; für die Wiesaer Fertigung nicht gesondert belegt. Vier rechtsdrehende Züge mit 200 mm Drallänge (1 : 7,87 Zoll) gegen 240 mm bei der AKM
- Gewicht
- Größenordnung 3,1 kg ohne Magazin nach der AK-74-Angabe. Eine Wiesaer Zahl lag nicht vor
- Magazin
- 30 Patronen, gekrümmtes zweireihiges Stangenmagazin für 5,45 × 39 mm
- V₀
- 880 bis 900 m/s nach den Angaben zu Patrone und AK-74; kein an einem DDR-Stück gemessener Wert
- Kadenz
- Größenordnung 650 Schuss/min nach der AK-74-Angabe, gegen rund 600 bei der AKM. Der Wert ist als Vorbildangabe geführt und nicht als Messung der DDR-Fertigung
Funktionsablauf im Einzelnen
Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.
- 1
Ausgangslage — was gleich blieb und was nicht
Verriegelt wird wie bei der MPi KM, deren Eintrag den Vorgang im Einzelnen trägt: zwei gegenüberliegende Warzen hinter den Rastflächen des vernieteten Verschlussstücks, Steuerzapfen in der Kurvennut des Verschlussträgers, fester Lauf. Ausgetauscht ist der Verschlusskopf. Die neue Patrone misst am Boden 10,00 mm gegen 11,35 mm; der Stoßboden musste damit neu ausgedreht und die Auszieherkralle angepasst werden. Die Warzenanordnung selbst blieb unverändert.
- 2
Auslösen und Zündung
Unverändert. Der ungefederte Schlagbolzen und die Fangrast am Schlagstück sind dieselben wie bei der Vorgängerin, mit denselben Folgen für die Prüfung am Objekt.
- 3
Gasentnahme — die eigentliche Änderung am Lauf
Der Gaskanal im Gasblock steht bei dieser Ausführung rechtwinklig zur Seelenachse. Die Übersichtsdarstellung begründet das in vier Worten: um das Abscheren von Geschossmaterial an der Bohrung zu verringern. Wohin das abgescherte Material gerät und warum ein schräger Kanal dabei schlechter abschneidet, sagt sie nicht; der Eintrag gibt die Begründung wieder und führt sie nicht weiter aus. Für die Bestimmung ist der gerade Kanal ein Merkmal ersten Ranges, weil er am Gasblock von außen sichtbar ist.
- 4
Freilauf des Trägers
Unverändert in der Bauart. Was der Freilauf leisten muss, hängt am Druckverlauf im Lauf und nicht am Rückstoß: Beide Patronen stehen mit demselben Höchstgasdruck von 355 MPa nach C.I.P. zu Buche, beide Läufe messen 415 mm. Ein zwingender Anlass, die Freilaufstrecke zu ändern, ist daraus nicht abzuleiten — belegt ist über ihre Länge ohnehin nichts, weder für die AKM noch für die AK-74. Der Eintrag setzt deshalb keine Zahlen ein.
- 5
Steuerkurve, Drehung und Erstauszug
Unverändert. Die Drehung reißt die Hülse in der Kammer los, ein Längserstauszug fehlt der Bauart. Die dünnere Hülse mit kleinerem Bodendurchmesser bietet dabei weniger Fläche für die Auszieherkralle; genau dafür wird die vergrößerte Kralle der 5,45er angegeben.
- 6
Auszug, Auswurf, hintere Endlage
Unverändert, einschließlich der festen Auswerfernase links im Gehäuse und des fehlenden Verschlussfangs. Die Kadenz liegt nach den Vorbildangaben mit rund 650 gegen rund 600 Schuss/min höher als bei der AKM. Ein Widerspruch zum halbierten Geschossimpuls ist das nicht: Den Verschlussträger treibt nicht das Geschoss, sondern das an der Entnahmebohrung abgezweigte Gas. Der halbierte Impuls ist der Rückstoß der Waffe und keine Aussage über den Antrieb. Was die Kadenz hebt — Bohrungsquerschnitt, bewegte Massen, Federkraft —, nennt keine eingesehene Darstellung.
- 7
Was an der Mündung geschieht
Der Vorgang gehört streng genommen hinter den Auswurf, wirkt aber auf jeden Schuss. Die Mündungseinrichtung ist eine große Kammer mit zwei senkrechten Ausschnitten am vorderen Ende und drei ungleich verteilten Bohrungen; eine Platte kurz vor dem Ende wird von den austretenden Gasen von hinten getroffen und erzeugt einen nach vorn gerichteten Schub. Die ungleiche Verteilung der Bohrungen wirkt dem Hochgehen und dem seitlichen Versatz entgegen. Ein Mündungsfeuerdämpfer ist das nicht, sondern eine Rückstoßbremse.
- 8
Vorlauf, Zuführwinkel und Patronenlage
Der Ablauf ist der der MPi KM. Die Geometrie ist es nicht: Die 5,45 × 39 mm ist bei nahezu gleicher Gesamtlänge — 57,0 gegen 56,0 mm — deutlich schlanker und weniger stark kegelig. Ihr Magazin ist daher schwächer gekrümmt und schmaler. Schacht und Gehäuselänge blieben unverändert, die Magazine der beiden Kaliber sind aber nicht gegeneinander austauschbar. Zwischen 1985 und 1990 standen beide Sorten nebeneinander im Bestand.
- 9
Verriegeln, Unterbrecher und Fangrast
Unverändert. Im Einzelfeuer fängt der Abzugsunterbrecher das niedergedrückte Schlagstück und gibt es erst beim Loslassen des Abzugs an die Abzugsstange zurück; im Dauerfeuer hebt der Sicherungshebel ihn aus dem Eingriff, und der Verschlussträger selbst gibt das Schlagstück frei. Eine eigene Selbstschussklinke hat auch diese Ausführung nicht.
Schemaskizze, nicht maßstäblich
- 1 Verriegelt: Die Warzen des Verschlusskopfs liegen hinter den Rastflächen des Gehäuses. Der Lauf steht fest — er läuft nicht mit zurück.
- 2 Gasentnahme: Hinter dem Geschoss strömt ein Teil der Pulvergase durch die Laufbohrung in den Gaszylinder und treibt den Kolben zurück. Der Kolben ist fest mit dem Verschlussträger verbunden (Langhub).
- 3 Entriegelung: Eine Steuerkurve im Träger dreht den Verschlusskopf aus den Rastflächen; erst danach nimmt der Träger ihn nach hinten mit.
Vergleichsstücke außerhalb der Region
Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.
MPi KM-72
VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa · DDR · 1965- System
- Gasdrucklader, Langhubkolben, Drehkopf; Patrone 7,62 × 39 mm
- Unterschied
- Der unmittelbare Vorgänger aus demselben Werk. Ladeprinzip und Verriegelungsart sind identisch, der Weg des Verschlusses ebenso. Nicht identisch sind Lauf, Drall, Gasblock, Mündungseinrichtung, Magazin und Verschlusskopf — die Patrone misst am Boden 10,00 statt 11,35 mm. Genau deshalb ist der Vergleich lehrreich: Er isoliert die Wirkung des Kaliberwechsels bei sonst gleicher Konstruktion und zeigt zugleich, wie weit dieser Wechsel in die Teileliste hineinreicht.
- Befund
- Geringerer Rückstoß, flachere Flugbahn, mehr mitführbare Munition — erkauft mit empfindlicherem Verhalten an Zwischenmedien und mit einem Jahrfünft, in dem zwei Patronensorten nebeneinander zu versorgen waren.
M16A2
Colt und Lizenznehmer · USA · 1982- System
- Direkte Gasabnahme ohne Kolben, Drehkopfverschluss mit sieben Warzen, Patrone 5,56 × 45 mm
- Unterschied
- Das westliche Gegenstück derselben Generation und derselben Entscheidung für die innere Mittelpatrone. Beide Blöcke wechselten binnen weniger Jahre aus denselben Gründen auf ein leichtes, schnelles Geschoss. Bei der Mündung gehen sie auseinander: Die M16A2 trägt einen Mündungsfeuerdämpfer, die 74er eine Rückstoßbremse. Die eine Einrichtung verbirgt den Blitz, die andere zieht die Waffe nach vorn.
- Befund
- Der Vergleich beider Systeme im Einzelnen unter Kalaschnikow gegen AR-15.
Sowjetische AK-74
Ischmasch · Sowjetunion · 1974- System
- Baugleiches Grundsystem, Patrone 5,45 × 39 mm
- Unterschied
- Das Lizenzvorbild. Die DDR-Fertigung unterscheidet sich vor allem durch Kunststoffausstattung, eine eigene Schaftausführung bei der Klappschaftvariante — und durch die serienmäßige seitliche Zielfernrohrschiene, die im sowjetischen Bestand die besondere Ausführung mit dem Zusatz N kennzeichnete.
- Befund
- Die Schiene führte die sowjetische Fertigung erst rund zehn Jahre später mit der AK-74M durchgängig ein. In diesem Punkt war Wiesa voraus.
Heckler & Koch HK33
Heckler & Koch GmbH · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1968- System
- Rollenverzögerter Masseverschluss mit feststehendem Lauf, 5,56 × 45 mm NATO
- Unterschied
- Der westdeutsche Vollzug desselben Kaliberschritts, siebzehn Jahre früher. Beide Waffen belegen den Übergang von der Kurzpatrone zur inneren Mittelpatrone; die Antworten auf die schwächere Ladung sind gegensätzlich. Oberndorf änderte den Winkel des Schließstücks und damit die Bremse, Wiesa änderte Lauf, Drall, Gasblock und Mündung. Verriegelt ist nur die östliche Waffe; die HK33 sperrt zu keinem Zeitpunkt formschlüssig.
- Befund
- Der Vergleich ordnet die Zeitverhältnisse: Nicht die DDR war spät, sondern Heckler & Koch früh — weil die Firma nicht auf einen Beschaffungsbeschluss wartete, sondern auf einen Markt zielte.
Bekannte Schwächen
Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.
-
Die Rückstoßbremse ist die Bedingung des Gewinns und zugleich sein Preis
Der geringe Rückstoß dieser Waffe stammt nicht allein aus der leichteren Patrone. Ein erheblicher Teil kommt aus der Mündungseinrichtung, die austretende Gase umlenkt und auf eine Prallfläche wirken lässt. Umgelenkt wird damit auch der Knall, und zwar zur Seite und nach hinten. Für den Schützen ist die Waffe ruhiger, für den Nebenmann in der Schützenreihe und für das Schießen aus Räumen ist sie lauter. Abnehmen lässt sich die Bremse nicht ohne Verlust: Ohne sie fällt der Vorteil gegenüber der MPi KM deutlich kleiner aus.
plausibel
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Zwei Patronensorten im Bestand
Die MPi AK-74N löste die MPi KM-72 nur teilweise ab. Von 1985 bis 1990 standen beide Kaliber nebeneinander, mit eigenen Magazinen, eigener Munition und eigener Versorgung. Für die Objektbestimmung ist das unmittelbar praktisch: In DDR-Nachlässen und Beständen liegen Magazine beider Sorten nebeneinander, sie sehen einander ähnlich und passen nicht gegeneinander. Ein 5,45er-Magazin in einer MPi KM ist kein Beleg für irgendetwas außer für eine Verwechslung.
plausibel
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Das leichte Geschoss an Zwischenmedien
Zweige, Bewuchs und Mauerwerk lenken das Geschoss der 5,45er stärker ab als das schwerere der 7,62 × 39 mm. Der Grund liegt in der Masse und nicht im Drall: Ein Geschoss von 3,43 g trägt gegen dieselbe Störung gut die Hälfte des Impulses eines Geschosses von 7,9 g in die Waagschale. Der enge Drall von 200 mm gehört zur selben Auslegung, ist aber ihre Folge und nicht die Ursache der Ablenkung. Der Nachteil ist die Kehrseite derselben Entscheidung, die die flache Flugbahn liefert, und keine Fehlkonstruktion. Gemessen hat die Ablenkung keine der eingesehenen Darstellungen.
plausibel
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Die Montageschiene sitzt links und außerhalb der Seelenachse
Eine Optik auf der Gehäusemitte ist bei dieser Bauart nicht möglich, weil der Gehäusedeckel abnehmbar ist und nichts trägt; die Schiene weicht deshalb an die linke Wand aus. Die Optik sitzt damit seitlich neben der Seelenachse, was bei kurzen Entfernungen einen seitlichen Versatz zwischen Ziellinie und Geschossbahn erzeugt. Hinzu kommt der Gewichtsversatz nach links. Ob Kimme und Korn unter der aufgesetzten Montage weiter benutzbar bleiben, hängt an der Bauhöhe der Montage und ist hier nicht am Stück geprüft.
plausibel
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Was diese Waffe von der Vorgängerin geerbt hat
Freier Schlagbolzen ohne Feder, kein Verschlussfang, kurze Visierlinie, Gehäusedeckel ohne Tragfunktion. Alle vier gehören zur Bauart und sind im Eintrag zur MPi K und MPi KM ausgeführt. Sie sind hier nur deshalb wiederholt, weil der Kaliberwechsel keinen davon behoben hat. Was 1985 neu war, saß am Lauf und an der Optikmontage, nicht am Verschlusssystem.
plausibel
Verwendung
- Ab 1985 bis zur deutschen Einheit Standardwaffe der beweglichen Kräfte der NVA; löste die MPi KM-72 teilweise ab
- MPi AKS-74N als Ausführung mit Klappschaft
- Eine Sammlerdarstellung nennt zusätzlich eine kurze Ausführung MPi AKS-74NK um 1986, die dem russischen AK-105 um rund ein Jahrzehnt vorausgegangen sei; hier nicht am Objekt geprüft
Quellen
- [Online] swisswaffen.com — DDR MPi AK-74 / AKS-74 , MPi AK-74 mit festem und MPi AKS-74 mit Klappschaft, Dienstbeginn 1985, Fertigung bei GWB Wiesa, Kunststoffausstattung; Ausführungen mit dem Zusatz N mit „Zielfernrohrmontageschiene links am Gehäuse" für das Zielfernrohr ZFK 4 × 25 aus Jena Link
- [Online] The Firearm Blog — East Germany AKs — Part 3: Less Known Variants , Lizenzvertrag vom 15. Mai 1981; Seitenschiene für Zieloptik rund ein Jahrzehnt vor der sowjetischen AK-74M; Kennzeichnung am Gehäuse mit Unendlichkeitszeichen für Dauerfeuer und Ziffer 1 für Einzelfeuer; kurze Ausführung MPi AKS-74NK um 1986 Link
- [Online] Waffen Wiki — MPi AK-74 Link
- [Online] Wikipedia (en) — AK-74 , Neuer Lauf mit verchromter Bohrung und vier rechtsdrehenden Zügen, Drallänge 200 mm (1 : 7,87 Zoll); Gasblock mit Gaskanal im Winkel von 90 Grad zur Seelenachse „to reduce bullet shear at the port hole"; Mündungsbremse mit großer Ausdehnungskammer, zwei senkrechten Ausschnitten am vorderen Ende, drei ungleich verteilten Bohrungen und einer Prallplatte nahe dem Ende, die einen nach vorn gerichteten Schub erzeugt; größere Auszieherkralle als bei der AKM; Mündungsgeschwindigkeit 880 bis 900 m/s, Kadenz 650 Schuss/min, Masse 3,07 kg ohne Magazin; die Ausführung mit dem Zusatz N (nochnoi, „Nacht") mit seitlicher Montageschiene für Ziel- und Nachtzielgeräte Link
- [Online] Wikipedia (en), 5,45 × 39 — 5.45×39mm , Boden- und Randdurchmesser 10,00 mm, Halsdurchmesser 6,29 mm, Hülsenlänge 39,82 mm, Patronengesamtlänge 57,00 mm; Geschoss 7N6 mit 3,43 g und 880 m/s; Höchstgasdruck 355,0 MPa nach C.I.P. Link
- [Online] Wikipedia (en), 7,62 × 39 — 7.62×39mm , Boden- und Randdurchmesser 11,35 mm, Hülsenlänge 38,70 mm, Patronengesamtlänge 56,00 mm, Geschoss 7,9 g, 718 m/s, 2036 J; Drallänge 240 mm; Höchstgasdruck 355,0 MPa nach C.I.P. — derselbe Wert wie bei der 5,45 × 39 mm Link