Modell
Wieger StG-940 (Modelle 941 und 942)
- Fertigung
- GWB Wiesa
- Kaliber
- 5,56 × 45 mm NATO
- Zeitraum
- 1986–1990
- Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden
Auftragserteilung an IMES GmbH im Juli 1986, Ausführung durch GWB Wiesa, Fertigung der Teile in Suhl, Kaliber 5,56 × 45 mm NATO, die Modellzuordnung 941/942 und die Exportverträge von 1989 sind durch mehrere Darstellungen gedeckt. Stückzahlen und der genaue Entwicklungsverlauf sind offen; zur Quellenlage siehe die vermerkte Schwäche. NEU HINZUGEKOMMEN und sämtlich aus Netzdarstellungen sind: das eigene Magazin zu 30 Patronen mit dem Bodenblech an zwei Haltern, der Mündungsfeuerdämpfer nach Art des M16A2, das Korn auf dem Gasblock, der durchgehende Kunststoffschaft mit Zwischenstücken zur Längenanpassung, die Lauflängen 16,5 / 12,6 / 19,7 Zoll für die Ausführungen 941 und 942 / 943 / 944 sowie Gewicht, Länge und Kadenz. ZUM MAGAZINWERKSTOFF: Dieselbe Darstellung, die das Stahlmagazin beschreibt, nennt daneben Magazine aus klarem Kunststoff nach Art der Steyr-AUG-Magazine. Der Eintrag führt Stahl deshalb als Regelfall und NICHT als Ausschlusskriterium; eine Zwischenfassung hatte hier „Stahlmagazin" als Bestimmungsmerkmal gesetzt, was ein echtes Kunststoffmagazin fälschlich verdächtig gemacht hätte. Die Patronenmaße stehen in den Übersichtsdarstellungen zu den Patronen. ZU DEN DRUCKWERTEN: 430 MPa und 355 MPa stehen beide im Verzeichnis der C.I.P. und sind gegeneinander zu lesen; eine Zwischenfassung dieses Eintrags erklärte sie für „nicht unmittelbar vergleichbar", was nach den geführten Quellen nicht zutrifft. Was von diesem Druck an der Entnahmebohrung ankommt, sagen die Werte gleichwohl nicht. Dass aus den Bodenmaßen 9,58 gegen 10,00 mm ein ANDERER VERSCHLUSSKOPF folgt, ist eine Folgerung dieses Registers aus den Maßen und keine Quellenaussage. AUSDRÜCKLICH NICHT BELEGT und deshalb hier auch nicht behauptet ist die eigentliche konstruktive Frage dieses Eintrags: Wie die Anpassung an den fremden Druckverlauf im Einzelnen ausgeführt wurde. Zu Durchmesser und Lage der Gasentnahmebohrung, zu den Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger, zur Kennlinie der Schließfeder, zur Länge des Freilaufs und zur Drallänge des Laufs nennt KEINE eingesehene Darstellung eine Zahl. Die frühere Fassung dieses Eintrags sprach von einer Neuabstimmung von „Gasentnahme, bewegten Massen und Federkräften"; belegt ist davon nur, DASS eine Anpassung nötig war, nicht WIE sie aussah. Der Eintrag benennt das jetzt als offen, statt es als Beschreibung zu führen. WIDERSPRÜCHLICH sind die Eckdaten. Dieser Eintrag führt den Auftrag vom Juli 1986 und die Fertigung ab 1988; eine Übersichtsdarstellung nennt dagegen einen Entwurf von 1981 und eine Fertigung von 1985 bis 1990, eine weitere Darstellung erste Erprobungsmuster 1985 und Fertigungsreife 1988. Die Angaben schließen einander teilweise aus; der Eintrag behält seine bisherige Datierung bei und stellt die abweichende daneben. WIDERSPRÜCHLICH ist ferner der peruanische Vertragsumfang: 2000 Waffen nach der einen, 10.000 nach der anderen Darstellung; für Indien nennen beide 7500. Die Zahl von rund 6000 im Jahr 1992 vernichteten Waffen steht in einer Darstellung allein. WIDERSPRÜCHLICH ist schließlich die Zahl der Ausführungen: Genannt werden 941 bis 943, 941 bis 944 und 941 bis 945. Dieser Eintrag führt 941 bis 944 und weist die abweichenden Angaben hier aus. NICHT AUFGELÖST ist die Frage nach dem Korn: Eine Darstellung nennt es als auf den Gasblock verlegt, eine andere beschreibt die Zusammenlegung von Korn und Gasblock als bereits an der AK-74 vorhanden. Am Objekt wäre das in einer Minute geklärt. ZUR GATTUNG: Die 5,56 × 45 mm NATO ist nach der Systematik dieses Registers eine innere Mittelpatrone; siehe die Begründung im Eintrag zur HK33.
So funktioniert sie
Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.
Mechanisch bietet dieses Gewehr nichts, was es von einer Kalaschnikow unterscheiden würde, und das ist beabsichtigt. Beim Schuss wird ein Teil der Pulvergase durch eine Bohrung im Lauf in ein Rohr darüber geleitet und drückt dort auf einen Kolben. Der Kolben sitzt fest an einem schweren Schlitten und läuft die ganze Strecke mit ihm zurück; der Schlitten führt das Stahlstück, das den Lauf von hinten zuhält. Zuerst legt der Schlitten ein Stück Weg allein zurück, damit der Druck abfallen kann; dann greift eine schräge Nut in das Stahlstück, dreht es und löst dabei zwei Nasen aus den Aussparungen, in denen sie bis dahin saßen. Erst danach kann sich der Lauf öffnen: Die leere Hülse fliegt heraus, das Schlagstück wird gespannt, eine Feder schiebt alles wieder nach vorn, die nächste Patrone gelangt aus dem gekrümmten Magazin in den Lauf, und das Stahlstück dreht sich wieder fest. Das Besondere dieser Waffe liegt nicht in der Mechanik, sondern in der Patrone: Sie ist für die im Westen übliche Munition eingerichtet, obwohl sie in einem Staat des Warschauer Pakts entstand. Die westliche Patrone ist länger als die östliche, am Boden schmaler und arbeitet mit höherem Druck. Neu gemacht werden mussten deshalb der Lauf mit seiner Kammer und das vordere Ende des Stahlstücks, an dem der Hülsenboden anliegt. Neu ist auch die Mündung: Statt des gekammerten Stücks, das bei der Vorgängerin den Rückstoß bremst, sitzt hier ein schlanker geschlitzter Aufsatz, der nur den Mündungsblitz kleiner macht. Und das Magazin ist eine Eigenkonstruktion; in westliche Gewehre passt es nicht.
Die Wieger ist der bemerkenswerteste DDR-Waffenentwurf der Spätzeit und zugleich der am wenigsten bekannte. Der Markenname ist ein Kofferwort aus Wiesa und Germany.
Entwicklung
Im Juli 1986 erhielt die IMES GmbH den Auftrag, ein Sturmgewehr im Kaliber 5,56 × 45 mm NATO zu entwickeln und zu fertigen; die Ausführung übernahm der VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa, die Teile kamen aus Suhl.
Ein Staat des Warschauer Pakts entwickelte damit eine Waffe für die Munitionsnorm des Gegners. Die eigene Armee war nicht der Adressat; sie führte ein Jahr zuvor die MPi AK-74N in 5,45 × 39 mm ein. Gedacht war die Wieger für den Weltmarkt. Wer AK-Robustheit wollte, aber NATO-Munition verschoss, fand sonst kein Angebot. Die Wieger besetzte diese Lücke zwischen den Blöcken.
Die Datierung ist nicht unstrittig. Eine Übersichtsdarstellung setzt den Entwurf auf 1981 und die Fertigung auf 1985 bis 1990, eine weitere nennt Erprobungsmuster für 1985. Dieser Eintrag behält die bisherige Datierung bei und stellt die abweichende daneben; entscheiden lässt sich der Widerspruch ohne Akten nicht.
Konstruktion
Mechanisch bleibt die Waffe im AK-System, also Gasdrucklader mit Langhubkolben und Drehkopfverschluss. Beschrieben ist das System in diesem Register einmal ausführlich, im Eintrag zur MPi K und MPi KM; die unmittelbare Vorlage ist die MPi AK-74N, von der die Wieger den rechtwinkligen Gasblock übernahm.
Was tatsächlich geändert wurde, lässt sich in zwei Gruppen ordnen: das, was am Objekt zu sehen ist, und das, was in Unterlagen stünde, wenn es sie gäbe.
Was zu sehen ist.
| Baugruppe | MPi AK-74N | Wieger StG 941 |
|---|---|---|
| Patrone | 5,45 × 39 mm | 5,56 × 45 mm NATO |
| Hülsenboden | 10,00 mm | 9,58 mm — anderer Stoßboden |
| Hülsenlänge | 39,82 mm | 44,70 mm — andere Kammer |
| Patronengesamtlänge | 57,00 mm | 57,40 mm — Schacht bleibt |
| Mündung | gekammerte Rückstoßbremse | Mündungsfeuerdämpfer nach Art des M16A2 |
| Magazin | eigenes Magazin für 5,45 mm | eigenes Stahlmagazin, kein NATO-Einheitsmagazin |
| Schaft | Schaft der AK-Bauart | durchgehender Kunststoffschaft, Länge über Zwischenstücke |
| Korn | eigener Kornhalter | nach den Darstellungen auf dem Gasblock |
Zwei Zeilen dieser Tafel verdienen einen Satz mehr. Die Patronengesamtlängen liegen mit 57,4 gegen 57,0 mm so eng beieinander, dass Magazinschacht und Gehäuselänge unverändert bleiben konnten; die Hülsenlängen weichen dagegen um fast fünf Millimeter ab, weshalb Kammer und Zuführgeometrie neu sind. Eine Umstellung, die von außen wie ein Laufwechsel aussieht, endet damit beim Verschlusskopf.
Der Schaft ist die eine Stelle, an der die Wieger die AK-Bauform tatsächlich verlässt. Er verläuft in der Verlängerung der Seelenachse statt darunter abfallend und lässt sich über eine abnehmbare Kappe und zwei Zwischenstücke von je 13 mm an die Körpergröße anpassen. Beides ist am Zielmarkt orientiert und nicht am sowjetischen Vorbild.
Was nicht zu sehen ist — und wozu hier nichts steht.
Die eigentliche Aufgabe lag nicht am Verschluss. Die 5,56 × 45 mm NATO hat einen anderen Druckverlauf als die 5,45 × 39 mm und arbeitet mit höherem Höchstdruck; ein System ohne Gasregler muss darauf über die Entnahmebohrung, über die bewegten Massen oder über die Federkraft antworten. Genau darin bestand die Entwicklungsarbeit.
Was hier NICHT belegt ist. Wie die Anpassung ausgeführt wurde. Zu Durchmesser und Lage der Gasentnahmebohrung, zu den Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger, zur Kennlinie der Schließfeder, zur Länge des Freilaufs und zur Drallänge des Laufs nennt keine der eingesehenen Darstellungen eine Zahl. Die frühere Fassung dieses Eintrags schrieb, Gasentnahme, bewegte Massen und Federkräfte seien „neu abgestimmt” worden. Belegt ist davon, dass eine Anpassung nötig war, nicht dass und wie sie an diesen drei Größen erfolgte. Der Unterschied ist der zwischen einer Beschreibung und einer Aufgabenstellung. Hier steht die Aufgabenstellung.
Die beiden Höchstdruckwerte, 430 MPa für die NATO-Patrone und 355 MPa für die sowjetische, stehen beide im Verzeichnis der C.I.P. und sind damit gegeneinander zu lesen. Was davon an der Entnahmebohrung ankommt, sagen sie allerdings nicht: Dort zählen Ladung, Lage der Bohrung und Lauflänge. Die Richtung geben sie an, und sie erklärt, warum eine bloße Laufumstellung nicht gereicht hätte.
Fertigung
Ab 1988 lief die Fertigung, 1989 wurden erste Exportverträge mit Indien und Peru geschlossen, 1990 kam mit der deutschen Einheit der Exportstopp. Die Waffe erreichte den Markt praktisch nicht. Genannt werden 7500 Waffen der Ausführung StG 941 für Indien und für Peru je nach Darstellung 2000 oder 10.000 der Ausführung StG 942; rund 6000 im Bestand verbliebene Waffen wurden nach einer Darstellung 1992 vernichtet.
Varianten
| Ausführung | Schaft | Lauf |
|---|---|---|
| StG 941 | fest, Kunststoff | 16,5 Zoll (rund 419 mm) |
| StG 942 | Klappschaft aus Stahl | 16,5 Zoll |
| StG 943 | Klappschaft | 12,6 Zoll (rund 320 mm) |
| StG 944 | fest | 19,7 Zoll (rund 500 mm), leichtes Maschinengewehr |
Die Modellzuordnung folgt den sowjetischen Vorbildern: Die 941 ist an AK-74 und AKM orientiert, die 942 an der AKMS, letztere mit einer eigens entwickelten DDR-Schaftkonstruktion aus starkem Stahldraht.
In nennenswerter Zahl gefertigt wurden nach den Darstellungen nur 941 und 942. Eine weitere Darstellung führt die Reihe bis 945 einschließlich einer Scharfschützenausführung; die Angabe steht hier neben den übrigen und ist nicht aufgelöst.
Für die Bestimmung
Die Wieger ist ein Fall, in dem der Sachverständige zuerst prüfen muss, ob er überhaupt eine Wieger vor sich hat. Halbautomatische Nachbauten und Zusammenstellungen aus Ersatzteilen sind seit den 2000er Jahren im Handel, und das Erscheinungsbild lässt sich mit AK-Teilen weitgehend nachstellen.
- Das Magazin. Das beste Merkmal und das seltenste Teil. Ein Magazin für 5,56 × 45 mm mit AK-Verriegelung, Einhaken vorn und Kippen nach hinten, kenntlich an einem eigenen Bodenblech mit zwei Haltern. Der Regelfall ist Stahl; ein Magazin aus klarem Kunststoff ist deshalb nicht schon verdächtig, denn dieselbe Darstellung führt auch solche. Ein Normmagazin nach amerikanischem Muster gehört dagegen nicht dazu; wo eines steckt, ist der Schacht umgebaut oder die Waffe keine. Weil die Magazine mit den Waffen verschrottet wurden, ist ein passendes Original für sich schon ein Befund.
- Der Stoßboden. 9,58 mm gegen 10,00 mm bei der 5,45er und 11,35 mm bei der 7,62er. Der Messschieber entscheidet das Kaliber unabhängig von jeder Beschriftung und unabhängig davon, welcher Lauf gerade eingebaut ist.
- Die Kammer. Die Hülse der NATO-Patrone ist fast fünf Millimeter länger. Ein Abdruck des Lagers trennt sie von der 5,45er zweifelsfrei.
- Die Mündung. Ein geschlitzter Feuerdämpfer nach westlichem Muster gehört zur Waffe, die gekammerte Bremse der MPi AK-74N nicht. Umgekehrt ist der Feuerdämpfer das Teil, das an Nachbauten am ehesten stimmt, weil es im Handel erhältlich ist.
- Der Schaft. Durchgehend in der Verlängerung der Seelenachse, mit abnehmbarer Kappe und Zwischenstücken. Ein gewöhnlicher AK-Schaft an einer angeblichen Wieger ist ein Widerspruch.
- Gehäuse, Nieten, Schienenbaugruppe. Wie bei jeder Waffe der Familie; siehe den Eintrag zur MPi K und MPi KM. Bei einer Waffe, von der so wenige übrig sind, lohnt zusätzlich der Blick auf die Übereinstimmung der Fertigungskennungen zwischen Gehäuse, Verschlussträger und Verschlusskopf.
Was gern nachträglich ergänzt wird, ist das Erscheinungsbild: Feuerdämpfer, Kunststoffausstattung und Optikschiene sind zu haben. Was fehlt, wenn eine Waffe zusammengestellt ist, sind Stoßboden, Kammer und Magazin — also genau die drei Teile, an denen die Umstellung auf 5,56 × 45 mm tatsächlich stattfand.
Einordnung
Aufschlussreich für dieses Register ist sie trotzdem. Die DDR-Rüstungsentwicklung dachte in ihrer Spätphase nicht blockgebunden, sondern als Anbieter auf einem Weltmarkt, und Wiesa erbrachte dafür konstruktive Eigenleistung über die Lizenzfertigung hinaus.
Der Aufsatz Die Rollenlinie stellt die Wieger dem HK G41 gegenüber: zwei deutsche Antworten auf dieselbe NATO-Norm von 1980, aus entgegengesetzten Verschlusslagern, beide gescheitert. Ein Punkt fehlt dort, und er gehört hierher. Oberndorf richtete das G41 nicht nur auf die Patrone ein, sondern auch auf das Normmagazin und gab ihm einen Verschlussfang; Wiesa blieb bei Schacht, Magazin und Bedienlogik der AK-Familie. Wer eine Waffe verkauft, deren einziger Daseinsgrund der Anschluss an eine fremde Norm ist, hat die Wahl, wie weit er den Anschluss treibt. Wiesa trieb ihn bis zur Patrone und nicht weiter.
Der Gegenfall. Wie ein Exportentwurf aus dem Warschauer Pakt auch ausgehen konnte, zeigt die ČZ 75: 1976 in Uherský Brod aus demselben Grund entstanden — die eigenen Streitkräfte führten andere Patronen —, im Inland bis 1985 nicht einmal verkäuflich, und trotzdem über eine Million Mal gebaut und weltweit nachgebaut. Der Unterschied lag nicht in der Verkaufsanstrengung, sondern darin, dass die ČZ 75 ein eigenständiger Entwurf mit einem echten Vorteil war. Eine belegte Verbindung zwischen beiden Vorhaben gibt es nicht; den Vergleich zieht dieses Register.
Ob das eine Fehlentscheidung war, lässt sich nicht sagen. Der Normschacht war 1986 selbst noch kein sicheres Ziel — der Entwurf STANAG 4179, der das amerikanische Magazin zur Norm erheben sollte, wurde nie ratifiziert; das führt der G41-Eintrag aus. Und die Rechnung, die Wiesa aufmachte, ging von Abnehmern aus, die AK-Bedienung gewohnt waren. Für sie war die Magazinfrage möglicherweise die kleinere.
Quellenlage. Zur Entwicklungsgeschichte sind Unterlagen verschwunden; der Vorgang war Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzungen. Vieles beruht deshalb auf Sammler- und Museumsdarstellungen statt auf Akten. Das Waffenmuseum Suhl hat der Waffenfamilie eine Sonderausstellung gewidmet und ist für die Forschung der naheliegendste Anlaufpunkt.
Waffenrechtliches
Vollautomatische Waffe und damit Kriegswaffe nach dem KWKG. Sie wird hier ausschließlich industrie- und technikgeschichtlich dokumentiert. Siehe Methodik.
Offene Forschungsfragen. Erstens die Auslegung: Durchmesser und Lage der Gasentnahmebohrung, Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger, Kennlinie der Schließfeder und Drallänge des Laufs. An einem der wenigen erhaltenen Stücke wäre das an einem Nachmittag aufzunehmen. Zweitens die Datierung, 1981 oder 1986 als Beginn. Drittens der peruanische Vertragsumfang, 2000 oder 10.000 Waffen. Viertens die Zahl der Ausführungen, 943, 944 oder 945 als höchste. Fünftens die Frage, warum der Magazinschacht nicht auf das Normmagazin gebracht wurde — eine Aktennotiz dazu wäre der aufschlussreichste Fund, den dieser Eintrag sich denken kann.
Konstruktion
- Verschluss
- Drehkopfverschluss, formschlüssig verriegelt, zwei einander gegenüberliegende Warzen hinter den Rastflächen des Verschlussstücks; Lauf fest. Bauart der AK-Familie, im Eintrag zur MPi K und MPi KM ausführlich beschrieben. Der Stoßboden ist ein anderer als bei der MPi AK-74N: Die 5,56 × 45 mm misst am Boden 9,58 mm gegen 10,00 mm der 5,45 × 39 mm
- Ladeprinzip
- Gasdrucklader mit langhubigem Gaskolben oberhalb des Laufs, aufschießend (geschlossener Verschluss); Kolben fest am Verschlussträger. Kein Laufrücklauf, keine Masseverzögerung, kein Gasregler. Die Darstellungen nennen den rechtwinkligen Gaskanal der AK-74 als übernommen und das Korn auf dem Gasblock sitzend
- Zuführung
- Eigenes gekrümmtes Magazin zu 30 Patronen, im Regelfall aus Stahl und kenntlich an einem Bodenblech mit zwei Haltern; dieselbe Darstellung nennt daneben Magazine aus klarem Kunststoff nach Art der Steyr-AUG-Magazine. Kein NATO-Einheitsmagazin: Der Magazinschacht ist der der AK-Familie mit Einhaken und Kippen, nicht der Normschacht nach dem Entwurf STANAG 4179
- Abzug
- Hammerschloss mit Abzugsstange, Abzugsunterbrecher und Fangrast am Schlagstück, umschaltbar Einzel- und Dauerfeuer; Aufbau der AK-Familie
- Sicherung
- Kombinierter Sicherungs- und Feuerwahlhebel der AK-Bauart, rechts am Gehäuse, drei Stellungen
- Visierung
- Korn im Kornschutz, nach den Darstellungen auf dem Gasblock; Kurvenvisier über dem Patronenlager; seitliche Montageschiene für Zieloptik links am Gehäuse
- Schaft
- durchgehender Kunststoffschaft
Maße und Leistung
- Länge
- Eine Übersichtsdarstellung nennt 920,75 mm für die Ausführung mit festem Schaft. Die Nachkommastellen verraten eine Umrechnung aus Zoll und keine Messung
- Lauflänge
- 16,5 Zoll (rund 419 mm) für StG 941 und StG 942; 12,6 Zoll (rund 320 mm) für die kurze StG 943, 19,7 Zoll (rund 500 mm) für die StG 944. Die Drallänge nennt keine der eingesehenen Darstellungen
- Gewicht
- rund 3,0 kg nach einer Übersichtsdarstellung; nicht nachgewogen
- Magazin
- Eigenes Magazin zu 30 Patronen, im Regelfall aus Stahl, nach derselben Darstellung auch aus klarem Kunststoff. Kein NATO-Einheitsmagazin
- V₀
- Nicht belegt. Keine der eingesehenen Darstellungen nennt einen Wert für diese Waffe
- Kadenz
- rund 600 Schuss/min nach einer Übersichtsdarstellung; nicht gemessen
Funktionsablauf im Einzelnen
Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.
- 1
Ausgangslage — geerbt und geändert
Verriegelt wird wie bei der MPi K und MPi KM, deren Eintrag den Vorgang im Einzelnen trägt: zwei gegenüberliegende Warzen hinter den Rastflächen des vernieteten Verschlussstücks, Steuerzapfen in der Kurvennut des Trägers, fester Lauf. Neu ist alles, was die Patrone berührt. Die 5,56 × 45 mm misst am Boden 9,58 mm, die 5,45 × 39 mm 10,00 mm; der Stoßboden ist damit ein anderer. Neu ist ferner die Kammer, denn die westliche Hülse ist mit 44,70 mm um fast fünf Millimeter länger als die östliche.
- 2
Auslösen und Zündung
Unverändert. Ungefederter Schlagbolzen, Schlagstück mit Spann- und Fangrast, Abzugswerk der AK-Familie. Ob die Verzögerungseinrichtung des AKM-Abzugs übernommen wurde, ist hier nicht am Stück geprüft.
- 3
Gasentnahme unter höherem Druck
Die Darstellungen nennen den rechtwinkligen Gaskanal der AK-74 als übernommen. Was sich ändert, ist der Druck dahinter: Für die 5,56 × 45 mm NATO steht ein Höchstgasdruck von 430 MPa, für die 5,45 × 39 mm einer von 355 MPa. Beide Werte stehen im Verzeichnis der C.I.P. und sind damit gegeneinander zu lesen; für die NATO-Patrone nennt die Darstellung denselben Wert zusätzlich nach dem Verfahren NATO EPVAT. Was an der Entnahmebohrung ankommt, ist damit noch nicht gesagt — dafür zählen Ladung, Bohrungslage und Lauflänge. Ein System ohne Gasregler muss auf einen solchen Unterschied über Bohrung, Massen oder Federkraft antworten. Welche Wege Wiesa ging, ist nicht belegt.
- 4
Freilauf des Trägers
Unverändert in der Bauart, entscheidend in der Auslegung. Der Freilauf muss zum Druckverlauf der neuen Patrone passen: Ist er zu kurz, öffnet der Verschluss unter Restdruck und reißt die Hülse; ist er zu lang, fehlt am Ende der Weg. Genau an dieser Stelle lag die eigentliche Entwicklungsarbeit, und genau zu ihr liegt keine Unterlage vor.
- 5
Steuerkurve, Drehung und Erstauszug
Unverändert im Prinzip. Die Drehung reißt die Hülse in der Kammer los, ein Längserstauszug fehlt der Bauart. Die westliche Hülse ist länger und schlanker und liegt damit über eine größere Fläche an der Kammerwand an — rund ein Zehntel mehr, wenn man Länge und Umfang gegeneinander rechnet. Dass das für den Auszug nicht günstiger ist, folgert dieses Register aus den Maßen; gemessen oder beschrieben hat es keine Darstellung.
- 6
Auszug, Auswurf, hintere Endlage
Unverändert, einschließlich der festen Auswerfernase links im Gehäuse und des fehlenden Verschlussfangs. Für die Zielmärkte war das Fehlen des Fangs der auffälligste Rückstand gegenüber dem M16, mit dem die Waffe um dieselben Käufer warb.
- 7
Was an der Mündung geschieht — und was nicht
Die Darstellungen beschreiben einen Mündungsfeuerdämpfer nach Art des M16A2 und nicht die gekammerte Rückstoßbremse der MPi AK-74N. Beide sitzen an derselben Stelle und tun Verschiedenes. Ein Feuerdämpfer verteilt die austretenden Gase, damit der Blitz kleiner wird; eine Bremse lenkt sie um und erzeugt einen nach vorn gerichteten Schub. Wer den einen gegen die andere tauscht, gibt den Rückstoßvorteil auf und gewinnt ein Aussehen, das zum Zielmarkt passt.
- 8
Vorlauf, Zuführwinkel und Patronenlage
Der Ablauf ist der der AK-Familie: Der Stoßboden nimmt die oberste Patrone aus dem zweireihigen Magazin, sie steigt über die Zuführrampe des Verschlussstücks, der Rand gleitet unter die Auszieherkralle. Die Geometrie ist eine andere. Die 5,56 × 45 mm ist mit 57,40 mm Gesamtlänge fast so lang wie die 5,45 × 39 mm mit 57,00 mm, ihre Hülse aber deutlich länger und ihre Schulter weiter vorn. Zugeführt wird deshalb aus einem eigenen Magazin, dessen Krümmung und Lippen zu dieser Hülse gehören.
- 9
Verriegeln, Unterbrecher und Fangrast
Unverändert. Im Einzelfeuer fängt der Abzugsunterbrecher das niedergedrückte Schlagstück und gibt es beim Loslassen an die Abzugsstange zurück; im Dauerfeuer hebt der Sicherungshebel ihn aus dem Eingriff, und der Verschlussträger selbst gibt das Schlagstück frei. Eine eigene Selbstschussklinke hat die Bauart nicht.
Schemaskizze, nicht maßstäblich
- 1 Verriegelt: Die Warzen des Verschlusskopfs liegen hinter den Rastflächen des Gehäuses. Der Lauf steht fest — er läuft nicht mit zurück.
- 2 Gasentnahme: Hinter dem Geschoss strömt ein Teil der Pulvergase durch die Laufbohrung in den Gaszylinder und treibt den Kolben zurück. Der Kolben ist fest mit dem Verschlussträger verbunden (Langhub).
- 3 Entriegelung: Eine Steuerkurve im Träger dreht den Verschlusskopf aus den Rastflächen; erst danach nimmt der Träger ihn nach hinten mit.
Vergleichsstücke außerhalb der Region
Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.
MPi AK-74N / MPi AKS-74N
VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa · DDR · 1985- System
- Gasdrucklader, Langhubkolben, Drehkopf; Patrone 5,45 × 39 mm
- Unterschied
- Dasselbe Werk, dasselbe System, kurzer Abstand — aber eine andere Patrone. Die MPi AK-74N war für die eigene Armee bestimmt, die Wieger für den Export in Staaten, die NATO-Munition verwendeten. Geändert sind Lauf und Kammer, der Stoßboden (9,58 gegen 10,00 mm Hülsenboden), das Magazin, die Mündungseinrichtung und der Schaft. Die Rückstoßbremse der 74er wich einem Mündungsfeuerdämpfer.
- Befund
- Der Vergleich isoliert die Wirkung der Patronenumstellung bei sonst gleicher Konstruktion — und zeigt zugleich, dass die DDR-Rüstung im Export nicht blockgebunden dachte.
M16 / AR-15
Colt und Lizenznehmer · USA · 1963- System
- Direkte Gasabnahme, Drehkopfverschluss, 5,56 × 45 mm NATO
- Unterschied
- Gleiches Kaliber, gegensätzliches Gassystem, und dieselbe Verriegelungsart — der Unterschied liegt nicht am Verschluss. Die Wieger bietet NATO-Munitionskompatibilität mit AK-Robustheit. Nicht mitgeliefert wurden Magazingleichheit, Verschlussfang und lange Visierlinie; den Mündungsfeuerdämpfer nach Art des M16A2 übernahm sie dagegen.
- Befund
- Damit ist die Wieger konstruktionsgeschichtlich der interessanteste DDR-Entwurf: Sie verbindet die östliche Mechanik mit der westlichen Munitionsnorm. Siehe Kalaschnikow gegen AR-15.
Heckler & Koch G41
Heckler & Koch GmbH · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1981- System
- Rollenverzögerter Masseverschluss mit feststehendem Lauf, 5,56 × 45 mm NATO
- Unterschied
- Die westdeutsche Antwort auf dieselbe Norm von 1980, aus dem entgegengesetzten Verschlusslager. Beide Häuser passten an, was sie hatten; keines entwarf dafür etwas Neues. Der Aufsatz „Die Rollenlinie" stellt die beiden Entwicklungen nebeneinander. Hier zählt der Unterschied, den er nicht behandelt: Oberndorf richtete das G41 auf den NATO-Magazinschacht ein und gab ihm einen Verschlussfang, Wiesa behielt Schacht und Magazin der AK-Familie und blieb beim Verzicht auf den Fang.
- Befund
- Der Käufer der Wieger bekam Munitionsgleichheit, aber keine Magazingleichheit. Für einen Entwurf, dessen einziger Daseinsgrund der Anschluss an eine fremde Norm war, ist das der schwerste Einwand.
Vz. 58
Česká zbrojovka Uherský Brod · Tschechoslowakei · 1958 plausibel- System
- Gasdrucklader mit Kurzhubkolben und linear verschiebendem Sperrstück
- Unterschied
- Als Gegenprobe zur Frage, was im Ostblock als Eigenleistung galt. Die Tschechoslowakei baute eine vollständig eigene Konstruktion, die DDR eine Anpassung der Lizenzkonstruktion an eine fremde Patrone. Beides ist Eigenleistung, nur von sehr verschiedenem Umfang.
- Befund
- Der Vergleich hält die Einordnung dieses Eintrags in Grenzen. Wiesa passte an; Uherský Brod entwarf.
Bekannte Schwächen
Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.
-
Eigenes Magazin statt NATO-Einheitsmagazin
Der Kaufgrund dieser Waffe war der Anschluss an eine fremde Norm. Geliefert wurde davon die Munition und nicht das Magazin: Der Schacht blieb der der AK-Familie mit Einhaken und Kippen, das Magazin eine Wiesaer Eigenkonstruktion aus Stahl. Ein Abnehmer, der neben M16 auch Wieger führte, musste zwei Magazinsorten bewirtschaften, und jedes Ersatzmagazin kam aus der DDR. Das HK G41 desselben Jahrzehnts richtete den Schacht auf das Normmagazin ein und zeigt damit, dass der Schritt technisch möglich war. Für die Bestimmung ist das Magazin zugleich das beste Merkmal: Eine Wieger mit passendem Originalmagazin ist selten, weil die Magazine mit den Waffen verschrottet wurden.
plausibel
-
Mündungsfeuerdämpfer statt Rückstoßbremse
Die MPi AK-74N gewinnt einen erheblichen Teil ihrer Ruhe aus der gekammerten Mündungsbremse. Die Wieger trägt nach den Darstellungen einen Mündungsfeuerdämpfer nach Art des M16A2, also ein Bauteil mit anderer Aufgabe. Warum, sagt keine Quelle; naheliegend ist die Rücksicht auf das Erwartungsbild der Zielmärkte, in denen der seitliche Knall der Ostblockbremse als Nachteil galt. Aufgegeben wurde damit ein Vorteil, den die Vorgängerin hatte, und zwar ohne konstruktiven Ersatz.
ungeklärt
-
Kein Verschlussfang gegen einen Wettbewerber, der einen hat
Der Verzicht gehört zum AK-Erbe und ist im Eintrag zur MPi K und MPi KM begründet. Auf dem Exportmarkt wog er schwerer als in der NVA, weil der unmittelbare Wettbewerber M16 den Fang hat und Vorführungen genau an solchen Bedienpunkten entschieden werden. Dieselbe Rechnung stellte Oberndorf beim G41 an und kam zum entgegengesetzten Ergebnis.
plausibel
-
Höherer Gasdruck ohne dokumentierte Anpassung
Für die 5,56 × 45 mm NATO steht ein Höchstgasdruck von 430 MPa, für die 5,45 × 39 mm einer von 355 MPa; beide Werte stehen im Verzeichnis der C.I.P. und sind gegeneinander zu lesen. Ein Gasdrucklader ohne Regler muss darauf über Bohrungsdurchmesser, bewegte Massen oder Federkraft antworten. Welche dieser Größen Wiesa änderte, ist nicht überliefert. Für die Beurteilung eines erhaltenen Stücks heißt das, dass sich die Auslegung nicht gegen eine Unterlage prüfen lässt, sondern nur am Verhalten.
ungeklärt
-
Zu spät für den Markt
Die Fertigung lief ab 1988 an, 1989 wurden erste Exportverträge mit Indien und Peru geschlossen — 1990 kam mit der Einheit der Exportstopp. Die Waffe erreichte den Markt praktisch nicht. Eine Darstellung nennt rund 6000 im Bestand verbliebene Waffen, die 1992 vernichtet wurden.
plausibel
-
Quellenlage
Zur Entwicklungsgeschichte sind Unterlagen verschwunden; der Vorgang war Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzungen. Für die Forschung heißt das: Vieles beruht auf Sammler- und Museumsdarstellungen statt auf Akten. Die Folge ist an diesem Eintrag ablesbar. Zu jeder Frage, die über das Erscheinungsbild hinausgeht — Gasbohrung, Massen, Federkräfte, Drall —, steht hier nichts, weil nichts vorliegt.
ungeklärt
Verwendung
- Ausschließlich für den Export entwickelt; ab 1988 Fertigung, 1989 erste Verträge mit Indien und Peru
- Genannte Vertragsumfänge: 7500 Waffen der Ausführung StG 941 für Indien; für Peru nennt eine Darstellung 2000 Waffen der Ausführung StG 942, eine andere 10.000. Die Angaben widersprechen einander
- Mit der deutschen Einheit 1990 Exportstopp; eine Truppeneinführung in der NVA fand nicht statt. Rund 6000 verbliebene Waffen wurden nach einer Darstellung 1992 vernichtet
Quellen
- [Online] Wikipedia (en) — Wieger StG-940 , Ableitung von der AK-74, Kaliber 5,56 × 45 mm NATO, Fertigung durch VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa, Kadenz 600 Schuss/min, Masse 3 kg, Länge 920,75 mm, Magazin zu 30 Patronen; Ausführungen 941 (fester Schaft), 942 (Klappschaft), 943 (kurzer Lauf), 944 (leichtes Maschinengewehr); Entwurfsjahr 1981 und Fertigung 1985 bis 1990 — beides abweichend von der Datierung dieses Eintrags; nicht ausgeführte Verträge mit Indien und Peru Link
- [Online] all4shooters — Mythos Wieger Sturmgewehr — Sonderausstellung im Waffenmuseum Suhl Link
- [Online] Modern Firearms — Wieger STG 940 assault rifle (East Germany) , Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss auf Grundlage der Kalaschnikow; Montage in Wiesa aus in Suhl gefertigten Teilen, daher der Name aus Wiesa und Germany; Kunststoffschaft mit Gummizwischenstücken zur Längenanpassung, Kunststoffhandschutz, Mündungsfeuerdämpfer nach Art des M16A2, Korn auf den Gasblock verlegt, eigens gefertigte Stahlmagazine zu 30 Patronen; Klappschaft aus Stahl bei der 942; erste Erprobungsmuster 1985, Fertigungsreife 1988; Verträge mit Peru und Indien; Verschrottung der meisten Waffen bis 1992 Link
- [Online] Small Arms Review — East German Wieger StG Rifle , Umstellung der AK-74 auf 5,56 × 45 mm; Übernahme des rechtwinkligen Gasblocks der AK-74; Lauflängen 16,5 Zoll für StG 941 und 942, 12,6 Zoll für StG 943, 19,7 Zoll für StG 944; nur 941 und 942 in nennenswerter Zahl gefertigt; Originalmagazin aus Stahl mit eigenem Bodenblech an zwei Haltern, daneben aber auch Magazine „from a clear plastic material similar to the Steyr AUG magazines"; Schaft „inline with the barrel", länger und leichter als der hölzerne AK-Schaft, mit gewölbter abnehmbarer Kappe und zwei Zwischenstücken von 13 mm; einteilige Baugruppe aus Korn und Gasblock in der 90-Grad-Ausführung der AK-74; Peru 2000 Waffen der 942, Indien 7500 der 941; Vernichtung der letzten rund 6000 verbliebenen Waffen 1992 Link
- [Online] The Firearm Blog — East Germany AKs — Part 3: Less Known Variants , Wieger-Familie ausdrücklich NICHT als AK-74 geführt; Ausführungen bis 945 einschließlich einer Scharfschützenausführung; Peru mit 10.000 Waffen angegeben, Indien mit 7500 — die peruanische Zahl weicht von der Angabe der Small Arms Review ab Link
- [Online] Wikipedia (en), 5,56 × 45 — 5.56×45mm NATO , Randdurchmesser 9,60 mm, Bodendurchmesser 9,58 mm, Hülsenlänge 44,70 mm, Patronengesamtlänge 57,40 mm; Höchstgasdruck 430 MPa nach NATO EPVAT und C.I.P.; SS109/M855 mit 4 g und 948 m/s aus 508 mm Lauf Link
- [Online] Wikipedia (en), 5,45 × 39 — 5.45×39mm , Boden- und Randdurchmesser 10,00 mm, Hülsenlänge 39,82 mm, Patronengesamtlänge 57,00 mm; Höchstgasdruck 355,0 MPa nach C.I.P. Link