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OD WH

Vergleichsstück · Deutschland (Mellrichstadt)

Weihrauch HW-Modellreihe

Fertigung
Weihrauch & Weihrauch
Kaliber
4,5 mm Diabolo, 5,5 mm Diabolo, 6,35 mm Diabolo
Zeitraum
1950–…
Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden

Dieser Eintrag stützt sich auf die Unternehmensdarstellung des Herstellers und auf Lexikon- und Übersichtsdarstellungen; ein Stück wurde für ihn NICHT eingesehen oder vermessen, und eine Werkszeichnung lag nicht vor. GESICHERT bis gut bezeugt sind: die Gründung 1899 durch Hermann Weihrauch, die Neugründung 1948 in Mellrichstadt, die Herkunft des Kürzels HW von Hermann Weihrauch, das Programm aus Luftdruckwaffen, Kleinkaliberbüchsen und Arminius-Revolvern, der Rekord-Abzug als zweistufiger Matchabzug und seine Einführung mit dem HW 35 von 1951, die eigene Laufverriegelung des HW 35 sowie die Maße 1140 mm / 500 mm / 3,8 bis 4,0 kg für das HW 35 und 470 mm Lauf für das HW 77. RICHTIGGESTELLT gegenüber einer Zwischenfassung dieses Eintrags ist die Beschreibung dieser Laufverriegelung: Sie ist nach der eingesehenen Darstellung KEIN keilförmig wirkendes Bauteil, sondern ein von Hand bedienter Riegel an der linken Seite des Verschlussblocks, den der Daumen beim Spannen nach vorn schiebt; sein dort genannter Zweck ist die gleichbleibende Ausrichtung des Laufs nach dem Spannen. Die verbreitete Zuschreibung, der Hersteller begründe damit die Schussleistung des Modells, ist NICHT BELEGT — eine Werksäußerung dazu lag nicht vor. PRÄZISIERT gegenüber der früheren Fassung dieses Eintrags sind zwei weitere Punkte. ERSTENS der Gründungsort: Die Unternehmensdarstellung nennt Zella St. Blasii. Zella-Mehlis entstand erst 1919 durch den Zusammenschluss von Zella St. Blasii und Mehlis; die verbreitete Angabe „1899 in Zella-Mehlis gegründet" ist damit ortsgeschichtlich vorgreifend, in der Sache aber richtig. ZWEITENS der Beginn der Luftdruckwaffenfertigung: Die Unternehmensdarstellung führt den Umzug 1948 und die Aufnahme von Fahrradteile- UND Luftdruckwaffenfertigung um 1950; die Lexikondarstellung nennt ebenfalls zuerst Fahrradteile und erst danach die Wiederaufnahme der Waffenfertigung. Die frühere Fassung dieses Eintrags setzte den Beginn auf 1948; das ist das Jahr der Neugründung und nicht der Luftdruckwaffenfertigung. Der Datensatz führt deshalb jetzt 1950. Die Aussage des Registers, Ost und West hätten „ab 1948 sofort produzieren können", ist entsprechend zu lesen: rechtlich möglich ab 1948, tatsächlich angelaufen um 1950 — und zwar auf beiden Seiten, denn die Haenel 310 ist auf 1950 datiert. NICHT BELEGT ist das Jahr, in dem Weihrauch die Marke Arminius übernahm; die Darstellungen sagen nur „nach 1945". Der Eintrag nennt deshalb kein Jahr. WIDERSPRÜCHLICH sind die Leistungsangaben, und zwar aus rechtlichem Grund: Die genannten rund 230 m/s (4,5 mm) und 175 m/s (5,5 mm) für das HW 35 sowie rund 290 m/s für das HW 77 gehören zu Ausführungen ohne die deutsche Energiebegrenzung von 7,5 Joule; sie sind mit rund 14 Joule nachrechenbar und damit in sich stimmig, gelten aber nicht für die in Deutschland frei erwerbbaren Stücke. Der daneben genannte Wert von rund 168 m/s ist eine EIGENE RECHNUNG dieses Registers aus 7,5 Joule und einem Diabolo von 0,53 g und ausdrücklich kein Quellenwert. Für das HW 77 werden als Einführungsjahr 1983 und 1984 genannt; der Eintrag führt beide nicht als Datum, sondern spricht von den frühen 1980er Jahren. NICHT ERFASST bleiben die vollständige Modellchronologie der Reihe und die Stückzahlen der einzelnen Modelle. Vergleichsstück — nicht Teil des Untersuchungsraums.

So funktioniert sie

Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.

Hier treibt kein verbrennendes Pulver das Geschoss, sondern Luft, die im Augenblick des Schusses zusammengepresst wird. Zum Spannen wird je nach Modell der Lauf nach unten abgeknickt oder ein Hebel unter dem Lauf heruntergezogen. Beides bewirkt dasselbe: Ein Kolben in einem eigenen Rohr wird gegen eine kräftige Feder nach hinten gezogen und rastet dort ein. Danach wird ein einzelnes Geschoss von Hand eingelegt — ein Magazin gibt es in aller Regel nicht. Der Abzug gibt den Kolben frei, die Feder schnellt ihn nach vorn, und weil die Luft vor ihm nicht schnell genug entweichen kann, wird sie schlagartig verdichtet; dieser Druckstoß treibt das Geschoss durch den Lauf. Daraus folgt die Eigenart der Bauart, mit der jeder Schütze zurechtkommen muss, und zwar in dieser Reihenfolge: Solange der schwere Kolben nach vorn läuft, weicht die Waffe nach hinten aus; wird der Kolben dann vom Luftpolster abrupt abgebremst, kehrt sich die Bewegung um und die Waffe geht nach vorn. Beides geschieht, während das Geschoss noch im Lauf steckt, und beides ist kräftiger als der eigentliche Rückstoß des winzigen Geschosses. Ein solches Gewehr lässt sich nicht ruhig festhalten, sondern nur immer gleich halten. Diesen doppelten Stoß haben alle Modelle der Reihe; die einfachen und die Wettkampfausführungen unterscheiden sich anderswo. Ein Lauf, der zum Spannen abgeknickt wird, muss beweglich gelagert sein und findet nie ganz genau in dieselbe Lage zurück; ein Hebel darunter erlaubt es, ihn fest stehen zu lassen. Die höherwertigen Modelle tragen deshalb den festen Lauf und einen fein einstellbaren Abzug.

Vergleichsstück. Gefertigt in Mellrichstadt und damit außerhalb des Untersuchungsraums; der Betrieb stammt aber aus ihm.

Die HW-Modellreihe ist das westliche Gegenstück zu den Suhler Luftgewehren. Bei den meisten Vergleichsstücken dieses Registers geht es um einen fremden Fertigungsraum. Hier nicht. Weihrauch & Weihrauch wurde 1899 in Zella St. Blasii gegründet, wo die Familie seit dem 16. Jahrhundert im Büchsenmacherhandwerk tätig war; der Ort ging 1919 mit Mehlis in Zella-Mehlis auf. 1948 folgte die Neugründung in Mellrichstadt, rund 50 Kilometer entfernt und jenseits der Zonengrenze. Siehe Weihrauch & Weihrauch, Zella-Mehlis.

Konstruktion

Alle Modelle dieser Reihe haben denselben Antrieb, und die Systematik dieses Registers verlangt, ihn richtig zu benennen. Ein Federkolbengewehr speichert keine Luft. Es speichert die Spannung einer Stahlfeder und erzeugt den Druck erst im Augenblick des Schusses. Der Unterschied zur Pressluftwaffe ist damit keiner des Grades, sondern des Prinzips; die Systematik steht bei den Luftdrucksystemen.

Getrennt davon steht die zweite Merkmalsachse, und sie ist die eigentliche Trennlinie durch das Programm: Bewegt sich der Lauf beim Spannen?

Konstruktion
KnicklaufspannerUnterhebelspanner
Spannhebelder Lauf selbsteigener Hebel unter dem Lauf
Lauf beim Spannenschwenkt um einen Gelenkbolzenbleibt fest am System
Ladeweghinteres Laufende liegt freiverschiebbare Kompressionshülse oder Ladeklappe
Rückkehr in dieselbe Lageüber Bolzen und Rastungentfällt
ModelleHW 30, HW 35, HW 50, HW 80HW 77, HW 97

Der Knickläufer ist die einfachere Bauart und braucht kein zusätzliches Bauteil; der Lauf verrichtet die Arbeit des Hebels gleich mit. Er zahlt dafür an einer Stelle, die sich nicht umgehen lässt. Ein Bauteil, das die Visierung trägt und vor jedem Schuss bewegt wird, muss über einen Bolzen und eine Rastung in dieselbe Lage zurückfinden, und beide arbeiten sich aus. Das HW 35 antwortet darauf mit einer eigenen, von Hand bedienten Laufverriegelung: einem Riegel an der linken Seite des Verschlussblocks, den der Daumen beim Spannen nach vorn schiebt und der den Lauf beim Schließen wieder festsetzt. Die eingesehene Darstellung nennt als seinen Zweck ausdrücklich die gleichbleibende Ausrichtung des Laufs nach dem Spannen — also genau die Schwachstelle des Knickläufers. Dass der Hersteller selbst damit die Schussleistung dieses Modells begründe, ist verbreitete Rede; eine Werksäußerung dazu lag diesem Register nicht vor.

Der Unterhebelspanner umgeht das Problem, statt es zu mildern: Der Lauf wird gar nicht erst bewegt. Denselben Weg geht auf östlicher Seite der Seitenspanner der Haenel 312, nur mit dem Hebel an der Seite statt unten. Beide sind damit Antworten auf dieselbe Einsicht, und beide haben sie unabhängig voneinander gefunden — jedenfalls ist eine gegenseitige Kenntnisnahme diesem Register nicht bekannt.

Die dritte Baugruppe, an der die Reihe erkennbar ist, ist der Abzug. Der Rekord-Abzug kam 1951 mit dem HW 35 und arbeitet zweistufig über einen Zwischenhebel in einem eigenen Gehäuse. Der Grund für diesen Aufwand liegt in den Kräften: Eine Kolbenfeder, die genug Energie für einen brauchbaren Schuss trägt, drückt mit erheblicher Last auf die Rast, und ein sauber brechender Abzug ist daran ohne Übersetzung nicht zu haben.

Fertigung

Die Neugründung in Mellrichstadt erfolgte 1948 durch Hermann Weihrauch junior und Hans Weihrauch. Gefertigt wurden zunächst Fahrradteile; die Luftdruckwaffenfertigung lief um 1950 an, das HW 35 kam 1951. Heute nennt die Lexikondarstellung rund 100 Beschäftigte, etwa 60.000 Sport- und Jagdwaffen im Jahr und eine Ausfuhrquote von rund 70 Prozent.

Zum Programm gehören neben den Luftdruckwaffen Kleinkaliberbüchsen und die Revolver der Marke Arminius. Diese Marke führte vor 1945 Friedrich Pickert in Zella-Mehlis; sie ist damit die zweite Zella-Mehliser Linie, die in Mellrichstadt fortlebt. Ein Jahr für die Übernahme nennen die eingesehenen Darstellungen nicht.

Varianten

Varianten
ModellBauartKennzeichen
HW 30Knicklaufleichtes Modell des Programms
HW 35Knicklaufseit 1951 durchgehend im Programm; erstes Modell mit Rekord-Abzug, Laufverriegelung mit Daumenriegel links am Verschlussblock
HW 50KnicklaufMittelklasse
HW 80Knicklauftrat in den späten 1990er Jahren an die Stelle des HW 35, das gleichwohl weiter gebaut wird
HW 77Unterhebelseit den frühen 1980er Jahren, feststehender Lauf, verschiebbare Kompressionshülse
HW 97UnterhebelAusführung derselben Bauart
HW 52, HW 60, HW 66KleinkaliberRepetierbüchsen im Kaliber .22 lfB

Für die Bestimmung

An dieser Waffengattung prüft ein Sachverständiger zuerst etwas, das an keiner Feuerwaffe eine Rolle spielt: die Energie. Sie entscheidet über die Rechtslage, sie steht nicht auf dem Modell, und sie ist durch einen Eingriff im Inneren zu verändern, den man der Waffe von außen nicht ansieht.

  1. Das Zeichen „F im Fünfeck”. Es steht für höchstens 7,5 Joule Mündungsenergie und damit für Erlaubnisfreiheit. Sein Fehlen bedeutet allerdings nicht zwingend eine erlaubnispflichtige Waffe, denn das Zeichen wurde erst um 1970 eingeführt.
  2. Das Herstellungsjahr. Luftdruckwaffen, die vor dem 1. Januar 1970 rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, sind ohne Rücksicht auf ihre Energie erlaubnisfrei; für das Gebiet der früheren DDR gilt derselbe Gedanke mit dem Stichtag 2. April 1991. Bei einem HW-Modell ohne F-Zeichen ist die entscheidende Frage deshalb nicht die Leistung, sondern das Baujahr. Der Hersteller kann es anhand der Seriennummer bestimmen; das ist die belastbarste Auskunft, die für diese Reihe zu bekommen ist, und sie ist bei einem Altstück der erste Schritt.
  3. Ausfuhr- oder Inlandsausführung? Dieselben Modelle werden mit rund 7,5 und mit rund 14 Joule gebaut. Äußerlich unterscheiden sie sich kaum. Wer eine HW 35 mit rund 230 m/s im Kaliber 4,5 mm misst, hat keine Inlandsausführung vor sich.
  4. Nachträgliche Leistungssteigerung. Stärkere Federn, andere Kolbenmanschetten und ausgeriebene Übergangsbohrungen sind im Handel erhältlich und werden verbaut. Eine Waffe, die das F-Zeichen trägt und über 7,5 Joule leistet, ist damit rechtlich eine andere als die, die ausgeliefert wurde. Geprüft wird deshalb nicht das Zeichen, sondern der Wert — und beim Zerlegen der Zustand von Feder und Manschette, die bei einem solchen Eingriff regelmäßig nicht dem Auslieferungsstand entsprechen.
  5. Der Gelenkbolzen beim Knickläufer. Bei geschlossenem Lauf wird versucht, den Lauf seitlich und nach oben zu bewegen. Spiel bedeutet ausgeschlagenen Bolzen oder ausgelaufene Rastung und ist die häufigste Ursache dafür, dass ein solches Gewehr streut. Ausgeschlagene Rastungen werden gern durch strafferes Anziehen des Bolzens überdeckt, was den Verschleiß beschleunigt; ein Lauf, der sich nur mit großer Kraft schwenken lässt, ist deshalb ebenso verdächtig wie einer mit Spiel.
  6. Die Dichtungen. Kolbenmanschette und Verschlussdichtring bestimmen die Leistung stärker als alles andere. Ein Altstück mit ausgetrockneter Ledermanschette leistet einen Bruchteil des Ursprungswerts, ohne dass ein Bauteil fehlt. Vor jeder Leistungsmessung an einem alten Stück ist der Zustand der Dichtungen festzustellen, sonst misst man den Verschleiß und nicht die Waffe.
  7. Der Abzug. Der Rekord-Abzug ist als Baugruppe herausnehmbar und nachrüstbar. Er belegt deshalb keine Modellklasse. Umgekehrt sagt sein Fehlen an einem Modell, das ihn tragen sollte, dass hier gearbeitet wurde.
  8. Spuren am Zylinderboden. Eingeschlagene oder gestauchte Stellen am vorderen Zylinderende deuten auf Leerschüsse; verkokte Rückstände auf verbrannten Schmierstoff. Beides sind Gebrauchsbefunde, die nicht in den Papieren stehen und die Restlebensdauer der Feder betreffen.

Einordnung

Für den Vergleich zweier Wirtschaftssysteme sind Waffen sonst schlechte Gegenstände, weil die Rahmenbedingungen zu verschieden waren. Feuerwaffenfertigung war nach 1945 auf beiden Seiten beschränkt, Beschaffung lief über Staatsaufträge, Export unterlag politischen Vorgaben.

Bei Luftdruckwaffen fällt das alles weg. Sie unterlagen keinen Besatzungsbeschränkungen, sie wurden an Privatpersonen verkauft, und beide Seiten hätten sofort anfangen können. Angefangen haben sie um 1950, nachdem beide zunächst anderes gefertigt hatten. Was hier entstand, kommt einem kontrollierten Versuch so nahe, wie Industriegeschichte es zulässt: zwei Erben desselben Fertigungsraums, gleiche Ausgangstechnik, dieselbe Waffenklasse, verschiedene Systeme.

Einordnung
OstWest
BetriebVEB Ernst-Thälmann-WerkWeihrauch & Weihrauch
OrtSuhlMellrichstadt
Beginn der Luftdruckwaffenfertigungum 1950um 1950
MassensegmentHaenel 310, KnicklaufHW-Knickläufer
WettkampfsegmentHaenel 312, SeitenspannerHW-Unterhebelspanner
AbsatzBreitensport, GST, ExportPrivatmarkt, international

Beide Linien deckten dieselben zwei Marktsegmente ab. Auch die Präzisionsfrage lösten sie auf dieselbe Weise, mit feststehendem Lauf für den Wettkampf. Verschieden ist allein die Spannmechanik: Seitenhebel in Suhl, Unterhebel in Mellrichstadt.

Ein dritter Erbe derselben Stadt macht das Bild vollständig und stellt zugleich die Deutung in Frage. Walther ging 1948 ebenfalls nach Westen und begann 1951 ebenfalls mit einem Federkolbengewehr — verließ den Federkolben aber in den 1970er Jahren zugunsten vorgespannter Luft, weil der internationale Wettkampf das verlangte. Weihrauch blieb. Die Verzweigung verläuft also nicht zwischen den Systemen, sondern zwischen den Märkten, und der Ost-West-Vergleich trägt nur, solange man ihn auf die Waffen und nicht auf die Betriebe bezieht.

Waffenrechtliches

Luftdruckwaffen mit einer Mündungsenergie bis 7,5 Joule, die das Zeichen „F im Fünfeck” tragen, dürfen von Personen ab 18 Jahren erlaubnisfrei erworben und besessen werden. Darüber hinaus ist eine Waffenbesitzkarte erforderlich. Luftdruckwaffen, die vor dem 1. Januar 1970 rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, sind unabhängig von ihrer Energie erlaubnisfrei; für das Gebiet der früheren DDR gilt derselbe Gedanke mit dem Stichtag 2. April 1991. Wer die Leistung einer Waffe nachträglich über 7,5 Joule anhebt, ändert damit ihre waffenrechtliche Einordnung, unabhängig davon, welches Zeichen sie trägt. Dieses Register gibt keine Rechtsauskunft. Siehe Methodik.

Offene Forschungsfragen. Erstens die Modellchronologie der HW-Reihe mit Stückzahlen und Leistungsdaten, die hier nur in Ausschnitten erfasst ist. Zweitens die Frage, ob und in welchem Umfang die östliche und die westliche Linie einander beobachteten; ein Vergleich der Konstruktionsentwicklung über die Grenze hinweg wäre der ergiebigste nächste Schritt dieses Teilgebiets. Drittens das Jahr, in dem Weihrauch die Marke Arminius von Pickert übernahm — die Darstellungen sagen nur „nach 1945”, und damit fehlt der zweiten Zella-Mehliser Linie in diesem Register ein Datum.

Konstruktion

Verschluss
Kein Verschluss im Sinne der Feuerwaffe, und damit auch keine Verriegelung gegen Gasdruck. Verschlossen wird der Ladeweg: beim Knickläufer durch das hintere Laufende selbst, das gegen einen Dichtring am Zylinder gezogen und von einer Rastung gehalten wird; beim Unterhebelspanner durch eine verschiebbare Kompressionshülse oder eine Ladeklappe, während der Lauf fest am System bleibt. Das Modell HW 35 trägt dafür eine eigene, von Hand bediente Laufverriegelung: einen Riegel an der linken Seite des Verschlussblocks, den der Daumen beim Spannen nach vorn schiebt und der den Lauf beim Schließen wieder festsetzt. Sein Zweck ist nach der eingesehenen Darstellung die gleichbleibende Ausrichtung des Laufs nach dem Spannen
Ladeprinzip
Federkolben — die Antriebsenergie steckt vor dem Schuss in einer gespannten Stahlfeder und nicht in gespeicherter Luft; verdichtet wird erst im Augenblick der Auslösung. Die Modellreihe umfasst Knicklaufspanner (HW 30, HW 35, HW 50, HW 80) ebenso wie Unterhebelspanner (HW 77, HW 97); bei letzteren bleibt der Lauf fest. Spannart und Antriebsart sind zwei getrennte Merkmale: Alle genannten Modelle haben denselben Antrieb und unterscheiden sich nur darin, wie die Feder gespannt und wie geladen wird. Daneben führt das Haus heute Ausführungen mit anderem Antrieb, darunter Pressluft; siehe Luftdrucksysteme
Zuführung
Überwiegend Einzellader. Das Diabolo wird von Hand in das Ladeloch beziehungsweise in das freigelegte hintere Laufende eingesetzt; sein Hohlschaft muss dabei am Übergang in die Züge anliegen
Abzug
Je nach Modell einfacher oder einstellbarer Abzug. Der zweistufige Rekord-Abzug sitzt in einem eigenen, aus dem System herausnehmbaren Gehäuse und arbeitet über einen Zwischenhebel auf die Kolbenrast; er gilt als Kennzeichen der gehobenen Modelle und wurde mit dem HW 35 von 1951 eingeführt
Sicherung
Selbsttätige Sicherung, die beim Spannen einfällt und vor dem Schuss von Hand gelöst wird. Bei den Unterhebelspannern kommt eine Sperre hinzu, die den Spannhebel gegen ein Zurückschnellen bei eingelegter Hand blockiert
Visierung
Offene Visierung oder Diopter, dazu eine Montageschiene für Zieloptik. Die Rückstoßrichtung dieser Bauart beansprucht Zielfernrohre anders als eine Feuerwaffe; die Schiene trägt bei mehreren Modellen deshalb Anschlagstifte

Maße und Leistung

Länge
HW 35 1140 mm, Kurzausführung 1050 mm; HW 77 rund 1120 mm, Kurzausführung rund 1020 mm (Werks- und Übersichtsangaben)
Lauflänge
HW 35 500 mm, Kurzausführung 410 mm; HW 77 470 mm, Kurzausführung 370 mm
Gewicht
HW 35 3,8 bis 4,0 kg; HW 77 rund 4,1 kg
Magazin
Kein Magazin — Einzellader. Ein Vorratsbehälter wäre bei einer Waffe, die vor jedem Schuss von Hand gespannt wird, ohne Nutzen
V₀
Widersprüchlich, und der Widerspruch hat einen rechtlichen Grund. Genannt werden für das HW 35 rund 230 m/s im Kaliber 4,5 mm und rund 175 m/s im Kaliber 5,5 mm sowie rund 10,5 ft-lbf, das sind rund 14 Joule; für das HW 77 rund 290 m/s. Diese Werte gehören zu Ausführungen OHNE die deutsche Energiebegrenzung. Für eine in Deutschland frei erwerbbare Ausführung gilt die Obergrenze von 7,5 Joule; daraus ergibt sich mit einem Diabolo von 0,53 g im Kaliber 4,5 mm rechnerisch rund 168 m/s. Der zweite Wert ist eine eigene Rechnung dieses Registers und kein Quellenwert

Funktionsablauf im Einzelnen

Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.

  1. 1

    Ausgangslage — entspannt, Kolben vorn

    Der Kolben steht am vorderen Ende des Druckzylinders, die Kolbenfeder ist entspannt, der Ladeweg geschlossen. Die Waffe enthält keine gespeicherte Energie — anders als eine Pressluftwaffe, deren Kartusche auch im abgelegten Zustand unter Druck steht.

  2. 2

    Spannen — Lauf als Hebel oder eigener Hebel

    Beim Knickläufer wird der Lauf um seinen Gelenkbolzen nach unten geschwenkt; er ist dabei der Hebel gegen die Kolbenfeder. Ein Gestänge zieht den Kolben zurück, bis die Kolbenrast über die Abzugsstange schnappt. Beim Unterhebelspanner leistet dieselbe Arbeit ein eigener Hebel, und der Lauf bleibt fest am System. Die Bauarten unterscheiden sich also nicht im Antrieb, sondern darin, ob ein tragendes Bauteil vor jedem Schuss bewegt wird.

  3. 3

    Freigabe des Ladewegs und die Sperre gegen den Hebel

    Beim Knickläufer liegt mit dem abgeschwenkten Lauf dessen hinteres Ende frei; beim Unterhebelspanner öffnet eine verschiebbare Kompressionshülse oder eine Ladeklappe den Zugang. Der Kolben steht dabei unter voller Federspannung und wird allein von der Abzugsstange gehalten. Hier sitzt die gefährlichste Stelle der Bauart: Löste die Rast, während eine Hand im Ladeweg liegt, schnellte Hebel oder Lauf zurück. Die Unterhebelspanner tragen deshalb eine Hebelsperre.

  4. 4

    Laden und Sitz des Diabolos

    Das Diabolo wird einzeln eingesetzt, mit dem Kopf voran und so weit, dass sein Hohlschaft am Übergang in die Züge anliegt. Wie tief es sitzt, verändert das Verhältnis zwischen dem Volumen vor dem Kolben und dem Losbrechwiderstand — hier mehr als bei einer Feuerwaffe.

  5. 5

    Schließen und Abdichten

    Der Lauf wird zurückgeschwenkt und rastet ein; beim HW 35 setzt ihn zusätzlich der Riegel an der linken Seite des Verschlussblocks fest, den der Daumen bedient. Ein Dichtring am hinteren Zylinderende schließt den Übergang zum Lauf und entscheidet über die Leistung mit: Ist er hart oder eingerissen, entweicht Luft am Geschoss vorbei, und die Waffe streut, ohne dass an Feder oder Kolben etwas fehlt.

  6. 6

    Auslösen über den Rekord-Abzug

    Der Abzug wirkt nicht unmittelbar auf die Kolbenrast, sondern über einen Zwischenhebel in einem eigenen Gehäuse. Der Sinn der Zerlegung ist eine Frage der Kräfte: Die Kolbenfeder drückt mit erheblicher Last auf die Rast, und ohne Übersetzung wäre ein sauber brechender Abzug daran nicht zu haben.

  7. 7

    Kolbenvorlauf, Verdichtung, Losbrechen

    Die Feder treibt den Kolben nach vorn. Die Luft vor ihm kann nicht schnell genug durch die enge Übergangsbohrung entweichen und wird verdichtet; weil das rasch geschieht, steigt mit dem Druck auch die Temperatur erheblich. Erst wenn der Druck den Widerstand des Diabolos überwindet, setzt sich dieses in Bewegung — der Kolben ist dann noch unterwegs. Verdichtung und Geschossweg überlagern einander; daher antwortet die Bauart empfindlich auf jede Änderung an Dichtung oder Feder. Überschüssiges Öl kann sich bei diesen Temperaturen entzünden.

  8. 8

    Der doppelte Impuls — und seine Reihenfolge

    Solange der Kolben nach vorn beschleunigt wird, weicht die Waffe nach hinten aus; das verlangt der Impulserhaltungssatz. Läuft der Kolben dann auf das Luftpolster auf und wird abrupt abgebremst, kehrt sich die Bewegung um, und die Waffe schiebt nach vorn. Die zweite Bewegung ist die heftigere, weil das Abbremsen kürzer dauert. Der Rückstoß des Geschosses ist daneben klein: Ein Diabolo von etwa einem halben Gramm trägt gegen einen Kolben von mehreren hundert Gramm kaum Impuls. Beide Bewegungen laufen ab, während das Geschoss noch im Lauf steckt — deshalb entscheidet nicht die Festigkeit des Anschlags, sondern seine Gleichförmigkeit.

  9. 9

    Kolbenprellen, Zur-Ruhe-Kommen, Wiederholung

    Der abgebremste Kolben prellt vom Luftpolster zurück und schwingt aus; das System kommt erst nach dem Schuss zur Ruhe. Ein selbsttätiges Nachladen gibt es nicht. Ohne Diabolo fehlt das Luftpolster fast vollständig, und der Kolben schlägt ungebremst gegen das vordere Zylinderende — der Leerschuss ist hier keine Nachlässigkeit, sondern ein Schadensfall.

Vergleichsstücke außerhalb der Region

Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.

Haenel Modell 312

VEB Ernst-Thälmann-Werk · DDR (Suhl) · 1966
System
Federkolben-Seitenspanner, Einzellader, Diopter, Matchabzug
Unterschied
Beide lösen dieselbe Aufgabe — ein Federkolbengewehr mit feststehendem Lauf für den Wettkampf — mit verschiedener Spannmechanik: Seitenhebel gegen Unterhebel. Der Antrieb ist bei beiden derselbe, ebenso der doppelte Impuls und die Einzelladung.
Befund
Der direkteste Vergleich zweier Erben desselben Fertigungsraums. Weil Luftdruckwaffen keinen Besatzungsbeschränkungen unterlagen, standen sich hier ab etwa 1950 zwei Linien desselben Ursprungs auf demselben Markt gegenüber.

Haenel Modell 310

VEB Ernst-Thälmann-Werk · DDR (Suhl) · 1950
System
Knicklauf-Federkolbengewehr, Repetierer, 4,4 mm Rundkugel
Unterschied
Auf östlicher Seite das Massengewehr für Schießstände und GST-Ausbildung — auf westlicher Seite besetzten die einfacheren HW-Knickläufer dieselbe Nische im Freizeitgebrauch. Ein Unterschied bleibt: Die 310 führt die Rundkugeln aus einem Vorratsbehälter zu, die HW-Modelle sind durchweg Einzellader.
Befund
Die Parallele reicht bis in die Marktsegmente und bis in die Jahreszahl: Beide Linien nahmen ihre Luftdruckwaffenfertigung um 1950 auf, nicht 1948.

Walther Luftgewehre LG 51 bis LG 500

Carl Walther · Bundesrepublik (Ulm) · 1951
System
Federkolben mit Knicklauf, später Einzelpumper mit Seitenhebel, zuletzt gespeicherte Pressluft
Unterschied
Der zweite westliche Erbe aus Zella-Mehlis und der aufschlussreichere Vergleich, weil er dieselbe Ausgangslage anders beantwortet. Walther verließ den Federkolben in den 1970er Jahren zugunsten vorgespannter Luft und ging damit den Weg, den der internationale Wettkampf vorgab. Weihrauch blieb beim Federkolben und hielt ihn bis heute im Programm.
Befund
Zwei Betriebe aus derselben Stadt, beide 1948 in den Westen verlagert, beide um 1951 mit einem Federkolbengewehr angefangen — und dann zwei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage. Die Verzweigung ist nicht politisch, sondern eine Marktentscheidung: Wettkampfgerät gegen Gebrauchs- und Jagdgerät.

Bekannte Schwächen

Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.

  • Systembedingter Kolbenimpuls

    Wie alle Federkolbenwaffen — kein Konstruktionsfehler, sondern eine Eigenschaft der Bauart. Sie ist der Grund, warum der internationale Wettkampfsport auf Pressluft umstieg. Für den Schützen heißt sie: kein fester Anschlag, sondern ein gleichbleibend nachgiebiger.

    plausibel

  • Verschleiß an Kolbenmanschette und Dichtungen

    Die Dichtelemente bestimmen die Leistung stärker als jedes andere Bauteil und sind Verschleißteile. Bei den älteren Stücken sind Kolbenmanschetten aus Leder verbaut, die austrocknen; bei den jüngeren Kunststoffdichtungen, die verhärten. Der Verschlussdichtring am Übergang zum Lauf ist so klein, dass er bei der Fehlersuche gern übersehen wird, obwohl ein Riss dort die Streuung unmittelbar verdoppeln kann. Bei der Zustandsbeurteilung eines Altstücks zuerst zu prüfen.

    plausibel

  • Der Gelenkbolzen des Knickläufers als Präzisionsgrenze

    Beim Knicklaufspanner trägt ein einziger Bolzen den Lauf und muss ihn nach jedem Spannvorgang in dieselbe Lage zurückbringen. Er arbeitet sich aus, und die Rastung, die den Lauf hält, ebenso. Ein Lauf, der sich in geschlossenem Zustand von Hand bewegen lässt, ist der häufigste Befund an gebrauchten Knickläufern und die eigentliche Ursache, wenn ein solches Gewehr „nicht mehr trifft". Die Unterhebelspanner der Reihe umgehen das Problem, indem sie den Lauf gar nicht erst bewegen.

    plausibel

  • Der Leerschuss beschädigt die Waffe

    Ohne Diabolo fehlt das Luftpolster, das den Kolben abbremst; er schlägt gegen das vordere Zylinderende. Feder, Manschette und Zylinderboden nehmen dabei Schaden, und zwar bereits beim ersten Mal. Für Waffen mit Treibladung ist der Leerschuss eine Frage des Schlagbolzens, hier ist er eine Frage der ganzen Baugruppe.

    plausibel

  • Verbrennen von Schmierstoff im Zylinder

    Wird der Druckzylinder geölt oder ist zu viel Fett auf der Manschette, so kann sich der Schmierstoff bei der Verdichtungstemperatur entzünden. Die Folge ist ein deutlich lauterer Schuss mit stark abweichender Geschwindigkeit und eine Druckspitze, für die das System nicht gerechnet ist. Der Effekt ist unter Luftgewehrschützen allgemein bekannt; eine messtechnische Untersuchung lag diesem Register nicht vor, weshalb der Punkt als plausibel geführt wird und ohne Zahlenangaben bleibt.

    plausibel

  • Zwei Leistungsklassen mit gleichem Äußeren

    Dieselben Modelle werden für den deutschen Markt mit höchstens 7,5 Joule und für andere Märkte mit ungefähr dem Doppelten gebaut. Von außen unterscheidet sie im Wesentlichen ein Prüfzeichen. Für die Bauart heißt das, dass Feder und Kolben in der stärkeren Ausführung näher an ihrer Belastungsgrenze arbeiten; für den Besitzer heißt es, dass die Grenze zwischen erlaubnisfrei und erlaubnispflichtig durch das Innere der Waffe verläuft und nicht durch ihr Modell.

    plausibel

Verwendung

  • Freizeit- und Sportschießen im westdeutschen Markt; die Luftdruckwaffenfertigung in Mellrichstadt lief um 1950 an, das Modell HW 35 kam 1951 auf den Markt
  • International verbreitet; die Modellkürzel HW stehen für Hermann Weihrauch. Der Betrieb bezeichnet sich als eines der führenden Häuser für Luftdruckwaffen und gibt eine Ausfuhrquote von rund 70 Prozent an
  • Neben den Luftdruckwaffen Kleinkaliberbüchsen (HW 52, HW 60, HW 66) sowie Revolver unter der Marke Arminius, die vor 1945 Friedrich Pickert in Zella-Mehlis führte — eine zweite Zella-Mehliser Linie, die nach Mellrichstadt fortwirkt
  • Rund 100 Beschäftigte und etwa 60.000 Sport- und Jagdwaffen im Jahr nach der Lexikondarstellung

Quellen

  1. [Online] Wikipedia (de) Weihrauch & Weihrauch , Gründung 1899 durch Hermann Weihrauch in Zella-Mehlis, Warenzeichen HWZ 1921, Enteignung und Neugründung 1948 in Mellrichstadt durch Hermann Weihrauch junior und Hans Weihrauch, zunächst Fahrradteile und erst nach Aufhebung der Beschränkungen wieder Waffen; Luftgewehre HW 30, HW 35, HW 50, HW 77, HW 97, Kleinkaliberbüchsen HW 52, HW 60, HW 66, Arminius-Revolver von Friedrich Pickert nach 1945 übernommen; rund 100 Beschäftigte, rund 60.000 Sport- und Jagdwaffen im Jahr, Ausfuhr rund 70 Prozent Link
  2. [Online] Weihrauch Sport Unternehmensdarstellung , Gründung 1899 in Zella St. Blasii, zunächst hochwertige Jagdwaffen; Umzug 1948 nach Mellrichstadt, danach Fahrradteile und um 1950 Aufnahme der Luftdruckwaffenfertigung; heutiges Programm mit Feder-, Gasfeder- und Pressluftantrieb; Ersatzteilversorgung für vor Jahrzehnten ausgelieferte Waffen Link
  3. [Online] Wikipedia (en) Weihrauch HW 35 , Seit 1951 ununterbrochen im Programm, obwohl das HW 80 es in den späten 1990er Jahren ablöste; Knicklauf mit Federkolben, erstes Modell mit dem zweistufigen Rekord-Abzug; Laufverriegelung als Riegel an der linken Seite des Verschlussblocks, vom Daumen beim Spannen nach vorn geschoben, Zweck ist die gleichbleibende Ausrichtung des Laufs nach dem Spannen (die Fundstelle spricht NICHT von einer keilförmigen Arretierung und nicht von einer Werksbegründung der Schussleistung); Spannwinkel des Laufs 125 Grad; selbsttätige Sicherung; Maße 1140 mm / 500 mm Lauf, Kurzausführung 1050 mm / 410 mm, 3,8 bis 4,0 kg; rund 230 m/s im Kaliber 4,5 mm und rund 175 m/s im Kaliber 5,5 mm, rund 10,5 ft-lbf Mündungsenergie Link
  4. [Online] Wikipedia (en) Weihrauch HW 77 , Unterhebelspanner mit Federkolben und feststehendem Lauf, Fertigung seit Anfang der 1980er Jahre (im Datenkasten 1983, im Text 1984); Kaliber 4,5, 5,0, 5,5 und 6,35 mm; rund 290 m/s; Lauf 470 mm, Kurzausführung 370 mm; Vertrieb in den USA unter der Marke Beeman Link
  5. [Online] Bundesministerium der Justiz Waffengesetz, insbesondere § 58 Absatz 4 und Anlage 2 , Erlaubnisfreiheit für Luftdruckwaffen bis 7,5 Joule mit dem Zeichen „F im Fünfeck"; Bestandsschutz für vor dem 1. Januar 1970 rechtmäßig in Verkehr gebrachte Luftdruckwaffen, für das Gebiet der früheren DDR mit dem Stichtag 2. April 1991 Link